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1936  

 

 

 

Niederlande
"Hollander Piet: Genossen, denkt jeden Tag eine halbe Stunde an Spanien".
Herausgeber nicht ermittelt
UdSSR
"Freiheit für das Volk Spaniens!"
ČSR
"Jugend, unterstütze den Kampf des spanischen Volkes für Demokratie". Spendenkarte. Serie. Ohne Postkartenzudruck.
Frankreich
"Comité Mondial des Femmes Contre la Guerre et le Fascisme".
Hilfstransport des Weltfrauenkomitees gegen Krieg und Faschismus (Marseille?) für die Spanische Republik.
 
   
  Niederlande
"Helpt Spanje!".
Die Arbeiterjugendzentrale ruft zur Unterstützung Spaniens auf
Spanien
"Bürgerkriegsflüchtlinge im Stadion von Barcelona. Die Menschen diskutieren die antifaschistischen Siege [im Krieg gegen Franco]". Serie herausgegeben vom Propagandabüro der Regierung Kataloniens, das wegen seiner hohen künstlerischen Ansprüche für andere Propagandabüros im Spanienkrieg als Vorbild galt
Frankreich
"Evakuiert! Frauen und Kinder fliehen auf der Suche nach einem Ort, wo sie die Brandbomben der Faschisten nicht erreichen können. Das Gesicht der älteren Menschen spiegelt den Schmerz des Abschieds, vielleicht der letzte, der dem Mann, der [hier] seine Pflicht zu erfüllen hat, bleibt. Kinderaugen füllten sich mit Tränen..."
Karte eines französischen Hilfskomitees für die aus Madrid 1936 evakuierten Kinder und deren Mütter
Spanien 
"Neue Schule - Freie Menschen".
Die katalanische Künstlerin Carme Millà (1907-1999) entwarf das Plakat (das auch als Postkarte erschien) für den im Juli 1936 in Barcelona gebildeten "Neuen einheitlichen Schulrat" (CENU), der in Katalonien ein revolutionäres Schulprojekt ins Leben rief, das in den Schulen eine weltliche, koedukative Bildung in katalanischer Sprache einführte. Die Reformbemühungen mussten mit der Niederlage der spanischen Republik im Februar 1939 abgebrochen werden
   
  Spanien (?)
Titel: Help the fighters for Freedom in Spain! - Aidez les camerades espagnols qui luttent pour la liberté! - Helft den spanischen Freiheitskämpfern! - Helpu al a hispanaj batalantoj por libero!
Herausgeber: Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK) 
Kommentar: Der ISK, der sich 1925 als sozialistische Absplitterung von der SPD gründete, war eine kleine, schlagkräftige Organisation in Deutschland mit nie mehr als 300 Mitgliedern in 32 Ortsgruppen. Die hohen Anforderungen an eine Mitgliedschaft schlug sich in wirkungsvollen Widerstandsformen während der Zeit der Illegalität ab 1933 nieder. Infolge ihrer internationalen Kontakte war der ISK im Ausland unter den folgenden Namen bekannt (die auch auf der Adress-Seite der Karte in Englisch, Französisch und Esperanto genannt sind): Militant Socialist International (MSI) / Internationale Militante Socialiste / Internacio de Socialista Kunbatalo
Postalische Merkmale: -

 

Spanien
"P.O.U.M."
Herausgegeben vom Secretariado Central de Propaganda del P.O.U.M. - J.C.I., Barcelona
Frankreich
"Danke für die Kinder Spaniens... Für das Kinderheim in Cantonigròs / Vic in Katalonien".
Dankeskarte für Spenden für ein Kinderheim.
Herausgegeben vom Frauenkomitee gegen Krieg und Faschismus, Paris.
Die Internationalen Brigaden gründeten während des Spanienkriegs Betreuungseinrichtungen für die Kinder von gefallenen spanischen Bataillonskameraden. Den Anfang machte die XI. Internationale Brigade mit ihrem Jagdschloss der geflohenen Marquesa de Cubas-Herice in Moraleja bei Madrid, wo sich bisher ihre Kämpfer nach mehrtägigen Fronteinsätzen erholen konnten. Die XI. Brigade stellte das Schloss den spanischen Kindern zur Verfügung. Es wurde am 15. August 1937 als Kinderheim "Ernst Thaelmann" übergeben. Es hatte eine Kapazität von 60 Plätzen. Andere Brigaden folgten dem Beispiel, sodass in Spanien nach und nach ein Netz von Kinderheimen und Kindergärten für spanische Kinder entstand, unterhalten von den Interbrigaden, - ein ungewöhnlicher, einmaliger Vorgang solidarischer Hilfe von Militäreinheiten, die sich im Krieg befanden. Auch das auf unserer Postkarte vorgestellte Heim in Cantonigròs gehörte zu einem Hospitalkomplex der inernationalen Brigaden. Cantonigròs liegt 70 km nördlidh con Barcelona. Insgesamt sollen 60.000 spanische Kinder auf diese Weise von den Interbrigaden betreut worden sein. Über ihr Schicksal nach dem Sieg Francos ist wenig bekannt. Viele Heiminsassen wurde nach Frankreich evakuiert. Wo das nicht gelang, wurden sie von Franco zur Adoption freigegeben (auch wenn ein Elternteil noch am Leben war) oder landeten in katholischen Heimen.
Frankreich
"La Pasionaria (Dolorès Ibarruri) ist die Tochter eines Arbeiters, geboren am 9. Dezember 1895 bei Gallarte im Baskenland. Anfangs Schneiderin, diente sie in einem Haus der Reichen; heiratete später einen sozialistischen Bergarbeiter."
Die spanische Revolutionärin und Kommunistin Dolorès Ibarruri (1895-1989) ist durch ihren Aufruf zur Verteidigung der spanischen Republik „¡No pasarán!“ („Sie werden nicht durchkommen!“) im Herbst 1936 weltweit bekannt geworden

 

 

1937
       

 

  Spanien 
"Herausgegeben von der Presse- und Propagandaabteilung der 11. Division der Interbrigaden".
1937. Mit Porträtbild Ernst Thälmanns. Die XI. Internationale Brigade und ein ihr untergliedertes Bataillon benannten sich bei ihrer Formierung im August 1936 nach Ernst Thälmann; Stabschef war Ludwig Renn


Australien
"Help the Children of Spain - NOW!" Vom westaustralischen Komitee der Spanienhilfe gespendeter Ambulanzwagen für Spanien. 1937
Argentinien
"Hilfe für die Kinder Kataloniens und für die Flüchtlinge der [iberischen] Halbinsel". Herausgegeben vom Frauenausschuss des Komitees „Freiheit“, Buenos Aires. Ohne Postkartenzudruck
Frankreich / Spanien?
Titel: Le peuple basque assassiné par les avions allemands / Guernica Martyre 26 Avril 1937
Übersetzung: Das baskische Volk gemordet durch deutsche Flugzeuge – Das Märtyrium Guernicas am 26. April 1937
Herausgeber / Verlag / Druckvermerk: -
Kommentar: Am 26. April 1937 bombardierten Kampflugzeuge der deutschen Legion Condor die schutzlose baskische Stadt Gernika (Guernica) 
Postalische Merkmale: -
Dänemark 
"Für Spanien – Für Frieden und Freiheit / Weihnachten 1937 – Neujahr 1938".
Herausgegeben vom Kommunistischen Jugendverband Dänemarks
   
  Frankreich
"Republikaner Frankreichs! Für den Frieden, gegen den Faschismus, Solidarität mit Spaniens Republikanern. Für Brot, Zucker und Milch". 
Spendenkarte der Secours populaire de France. 1937. Serie
Polen / Frankreich
"Die toten Helden der Freiheit - Spanien 1936-37".
Gedenkkarte für die in Spanien umgekommenen polnischen Interbrigadisten Artur Owolski, Adam Dawidowicz, Stefan Wisniewski, Mieczysław Domanski, Jan Mazurek, Franciszek Pałka und Antoni Kochanek. In Paris gedruckt

 

Spanien
Ohne Titel.
Junge Frauen vor dem Hotel Colon in Barcelona, Sitz der PSUC. Wahrscheinlich Konferenzteilnehmerinnen. Fotopostkarte ohne Angabe des Herausgebers und Datum

Spanien
"Durruti".
Bulgarischsprachige Karte zur Erinnerung an den FAI-Führer Buenaventura Durruti. Während der Belagerung Madris durch die faschistischen Francotruppen verstärkten im November 1936 Durrutis anarchistische CNT-Milizen aus Aragonien mit 4000 Mann die militärische Verteidigung Madrids. Durruti fiel am 19.11.1936 während eines Angriffs der Francotruppen. Das Kartenmotiv existiert auch in einer spanischen Serie des "Hilfsausschusses für das Baskenland und den Norden" (Barcelona), der womöglich auch die bulgarische Version herausgeben ließ
 
       
  Spanien
"Was tust du, um das zu verhindern? Hilf denen ohne Obdach".
Künstler: Augusto.
Postkarte des Ministerio de Propaganda, Spanien, klagt die Bombardierung Madrids an. Mit einer Fotomontage von John Heartfield. 
Erschien 1937 nach dem Aufruf der spanischen Volksfront-Regierung zur Solidarität mit dem von Bomben zerstörten Madrid als Plakat und als Postkarte in mehreren Sprachen


Spanien 
"Pyrenäen. Man schimpft mich Spanische Republik. Doch solange ich lebe, wird niemand sie [die Pyrenäen] überqueren. Franzosen, bewahrt Ruhe".
Von einer nicht genannten Instanz der Spanischen Republik für die französischen Grenzregionen herausgegebene Karte. Eine weitere Karte der Serie warnt vor dem Sieg der Faschisten und dem Eindringen faschistischer Truppen über die Gebirgskette nach Frankreich. Serie, undatiert. Ohne Postkartenzudruck
     

1938
       

 

 
  Frankreich
"Nationalkongress »Frieden und Freiheit«". 
Spendenkarte des Kongresses vom 11.-13. November 1938 in Paris für die hungernden Kinder und Mütter Madrids, gerichtet an den Madrider Bürgermeister

Frankreich 
"Damien Magnaval 1904-1938 / Sekretär der Chauffeurgewerkschaft, gefallen als Held an der Front der Freiheit «Spanien 1938».
Gedenkkarte für einen in Spanien 1938 umgekommenen französischen Gewerkschafter
Spanien 
"Baskische Helden geben ihr edles Leben für die Freiheit des Baskenlandes und der Welt / Hilfsausschuss für das Baskenland und den Norden"
Finnland
"Die finnischen Spanienfreiwilligen bei der Feier ihres Empfangs auf der Bühne des Konservatoriums Helsinki am 30. Dezember 1938". Spendenkarte von Jenny Pajunen für die Unterstützung der Heimkehrer, die unmittelbar nach ihrer Rückkehr verhaftet worden sind
 
       
  Frankreich (?) 
"Komitee für Gefangene". Herausgegeben vom "Comité pró presos", wohl vom spanischen anarchosyndikalistischen Gewerkschaftsverband CNT in Paris eingerichtetes Komitee zur Unterstützung politischer Gefangener. Undatiert 


Spanien 
Titel: Benicasim 1938.
Aufschrift Rückseite: Im Spital Benicasim (an der Meeresküste), wo ein Granatsplitter aus meinem rechten Fuss entfernt wurde.
Hintergründe: Die Fotopostkarte zeigt den Stabsoffizier Jiří Horský in den Interbrigaden bei seiner Genesung in Benicasim / Benicàssim. Horský wurde 1909 in Bratislava (Slowakei) geboren und wuchs in einem deutsch-jüdischen Elternhaus auf. Bei seinem Ingenieurstudium in Brno kam er mit sozialistischen Ideen in Berührung. Er absolvierte in Bratislava eine militärische Ausbildung (Rang: Unterleutnant). Da die tschechoslowakische Behörden ihm einen Spanienpass verweigerten, fuhr er 1937 zur Weltausstellung nach Paris und ging über die Pyrenäen zu Fuß nach Spanien, wo er Stabsoffizier in der 15. Anglo-Amerikanischen Brigade wurde. Nach der Genesung in Benicasim diente er im Bataillon "Dimitroff" der 15. Internationalen Brigaden. Interniert in drei französischen Lagern (Argelès-sur-Mer, Gurs, Le Vernet), wo er sich mit Friedrich Wolf anfreundete, wurde er im März 1941 ins KZ Djelfa (Nordafrika) deportiert, von wo er nach der Befreiung des Lagers durch US-Truppen nach England kam. Dort schloss er sich der tschechoslowakischen Auslandsarmee an, mit der er in seine Heimat zurückkehrte. 1951 wurde er in Prag wegen "kosmopolitischer Anschauungen" aus der Armee entlassen. Er ging als Produktionsarbeiter ins nordböhmische Děčín, kehrte nach einigen Jahren zum Militär zurück, wo er dann 1965 im Rang eines Oberst der tschechoslowakischen Volksarmee stand. Nach dem "Prager Frühling" wurde er 1971 aus der KP ausgeschlossen, 1989 dann rehabilitiert. Jiří Horský starb am 9. Juli 2005 in einem Seniorenheim für Armeeangehörige in Děčín. Bis an sein Lebensende stand Jiří Horský für die "Ideale der Solidarität" ein. Ein Jahr vor seinem Tod äußerte er in einem Interview: "In mir lebt der Wunsch, in Tschechien wie in Deutschland möge der Antifaschismus über den Ungeist egoistischer Nationalisten siegen".
1939           


     
  Frankreich 
"Auf der Straße von Banyuls; Milizionäre auf dem Weg nach Argelès".
Serie herausgegeben vom Cliché Studio Chauvin, Pérignan (heute Fleury/Aude, unweit der Mittelmeerküste am Fuße der Pyrenäen). Bei den "Milizionären" im Bild handelt es sich um Mitglieder der aufgelösten internationalen Brigaden, die Spanien in den ersten Februartagen 1939 über den Pyrenäen-Grenzort Le Perthus verlassen mussten. Im Bild heben sechs von ihnen die Faust zum Gruß. 
Eine halbe Millionen Menschen flohen vor Franco über die Pyrenäen nach Frankreich. 250.000 leiteten die französischen Behörden auf die leeren Strände von Argelès, Saint-Cyprien und Barcarès um, wo sie zwischen Drahtverhauen interniert wurden. In diesen Lagern herrschten katastrophale Zustände (Hunger, Krankheiten, fehlende Behausungen etc.).
Frankreich
"Camp de Gurs (Département Basses-Pyrénées)".
Internierte Spanienkämpfer im Camp de Gurs unweit der Pyrenäen. Ab April 1939 wurden hier Tausende Mitglieder der Internationalen Brigaden interniert. Die bekannte Aufnahme hat ein Berufsfotograf aus Pau-Pyrénées im Sommer 1939 gemacht 
     
 

 


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