Aktualisiert am 24. Mai 2022

Olmo e.V. - Verein für Kultur und Erinnerungsarbeit zwischen Ohlsdorf und Ochsenzoll, vormals Grüner Saal e.V.
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Do. 9. JUNI 2022
19:00
Geschichtswerkstatt Eimsbüttel/ Galerie Morgenland
Sillemstr. 79
20257 Hamburg



Hintergrundfoto: Stacheldraht
für den fernöstlichen
Kriegsschauplatz, aufgenommen
im April 1932 im Hamburger
Hafen. Die Aufnahme eines
Arbeiterfotografen führte 1932
zu einer Anklage wegen
Industriespionage und
Hochverrat.

Vortrag
"Rüstungstransporte im Hamburger Hafen. Hamburgs Arbeiterfotografen 1932 zwischen Spionagevorwurf und Klassenauftrag". Vortrag von René Senenko (OLMO e.V.) mit Bildprojektion. -- Die 1926 in Hamburg gegründete und 1933 verbotene Ortsgruppe der "Vereinigung der Arbeiter-Fotografen Deutschlands" (VdAFD) geriet nach 1945 in völlige Vergessenheit - bis heute. Dabei war die Hamburger Gruppe eine der regsten lokalen Initiativen von fotografierenden Arbeiter*innen in Deutschland überhaupt. Nicht ohne Grund stammte der erste Reichssekretär der VdAFD aus Hamburg. Die Ortsgruppe führte ihre Mitglieder an die Fotopraxis heran, lud zu Übungsabenden und Fotoexkursionen ein und belieferte die Arbeiterpresse mit Bildmaterial. Viele VdAFD-Mitglieder begriffen sich als Fotokollektiv, das gesellschaftliche Missstände sichtbar machen wollte. Als sie 1932 Fotos von geheimem Rüstungstransporten im Hamburger Hafen in der Presse publik machten, zog das mehrere Verfahren wegen Industriespionage und Hochverrat nach sich. Der Vortrag basiert auf Recherchen im Bundesarchiv. Der Fotograf Gert Krützfeldt stellt einführend anhand einer Balgenkamera die damals auch von Arbeiterfotografen genutzte Technik vor.

Fr. 24. JUNI 2022
18:00
Bürgerhaus Langenhorn
Tangstedter Landstr. 41
22415 Hamburg

Filmbild "Mord an Rathenau"
Filmabend
Vor exakt 100 Jahren (am 24. Juni 1922) wurde in Berlin der jüdische Industrielle Walther Rathenau, seit Anfang 1922 deutscher Außenminister, Opfer eines Attentats der "Organisation Consul". In Alsterdorf (Hamburg-Nord) ist die Rathenaustraße und in Altona der Rathenaupark nach diesem bedeutsamen Politiker benannt. Unser Filmabend widmet sich seiner Persönlichkeit und den Hintergründen des Mordanschlags; wir zeigen den DDR-Fernsehfilm "Mord an Rathenau" (1961, Regie Max Jaap). In einer kurzen Einführung geht René Senenko (OLMO e.V.) auf die Hamburg-Connection des geheimen Terrornetzwerks "Organisation Consul" ein, worüber er Hinweise im Hamburger Staatsarchiv ausfindig gemacht hat.
Eintritt frei, Spende erwünscht, keine Anmeldung

Mi. 6. JULI 2022
15:00 Gewerkschaftshaus
Besenbinderhof 60

11. Etage
20097 Hamburg


Foto nko, März 2022
Museumsbesuch
Das Genossenschaftsmuseum im Hamburger Gewerkschaftshaus ist eine Perle. Die von der Heinrich-Kauffmann-Stiftung im Mai 2014 eröffnete Stätte veranschaulicht durch Tafeln und Sachzeugnisse in Vitrinen die Geschichte der Konsumgenossenchaftsbewegung "Produktion" in Hamburg und ihre Wiederbelebung nach dem 2. Weltkrieg in Ost- und Westdeutschland. Nach einem einführenden Vortrag besichtigen wir gemeinsam das Museum. Teilnahme nach Anmeldung bei olmo-online@gmx.de. Die Teilnahme ist frei, Spenden an OLMO e.V. sind erwünscht.
Sa. 6. AUG 2022
14:00 Treff S-Bf. Ohlsdorf


Radtour
Grabstätten von NS-belasteten Personen. Mit Rita Bake, Vorsitzende des Vereins Garten der Frauen e.V.
Veranstaltung im Rahmen des Ohlsdorfer Friedensfestes in Kooperation mit dem Garten der Frauen e.V.
Teilnahme frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es gelten die aktuellen gesundheitspolitischen Anordnungen für Freiluftveranstaltungen. Eine Teilnahme mit PKW ist möglich. Endstation der Tour: Garten der Frauen

So. 7. AUG 2022
14:00 Bombenopfer-Mahnmal
Friedhof Ohlsdorf


Plakat: OLMO e.V.
Kindernachmittag (mit Eltern)
Es war einmal ein Rabe, ein schlauer alter Knabe. Ein Brecht-Nachmittag zum Mitmachen für Kinder und ihre Eltern: Kinderverse, Antikriegsgsgedichte, Tierreime u.a.
Veranstaltung im Rahmen des Ohlsdorfer Friedensfestes
Teilnahme frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es gelten die aktuellen gesundheitspolitischen Anordnungen für Freiluftveranstaltungen




9. bis 28. NOV 2022
Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen (Erdgeschoss), Hühnerposten (unweit Hbf. Hamburg)


Ausstellung
"Proleten auf Karton 2.0 - Von der Weltwirtschaftskrise zum Reichstagsbrand."
Datum der Vernissage mit dem szenischem Dialog "Unsere Fotos waren Beweismittel" und musikalisch-liedhaften Einlagen der Songgruppe Hamburg wird noch bekanntgegeben!
Die Schau ist frei zugänglich während der Öffnungszeiten der Zentralbibliothek: Mo-Fr 9-19, Sa 10-19 und So 13-18h.

CHRONIK ZURÜCKLIEGENDE VERANSTALTUNGEN

22. MAI 2022
Ehrenfeld der Geschwister-Scholl-Stiftung, Friedhof Ohlsdorf
22337 Hamburg


Hintergrundfoto René Senenko

Foto Kamal Salehezadeh


Trauerfeier
Am 26. Februar 2022 verstarb die Hamburger Antifaschistin und Zeitzeugin Ursula ("Ulla") Suhling in einer Hamburger Klinik im Alter von 88 Jahren. Heute fand im Beisein von 56 Freunden, Verwandten, Nachbarinnen und Vertreter*innen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, des Auschwitzkomitees, der Willi-Bredel-Gesellschaft, der GEW-Senior*innen und der "Kinder des Widerstands" auf dem Ehrenfeld der Geschwister-Scholl-Stiftung die Trauerfeier statt. Die von OLMO e.V. gemeinsam mit der VVN-BdA Hamburg vorbereitete Veranstaltung wurde musikalisch begleitet von der Songgruppe Hamburg und der Solistin Silke Knoche. Es sprachen Ilse Jacob, Dr. Bettina Wehner, Christiane Chodinski, Dr. Kristina Vagt, Lilli Mundt und René Senenko. Prof. Dr. Detlef Garbe übermittelte ein Grußwort. Die Redner*innen gingen in ihren Beiträgen sowohl auf das Leben der in Hamburg gebürtigen Aktivistin in Ost- und Westdeutschland ein und hoben ihr Engagement auf vielerlei Gebieten hervor, besonders aber jenes, das ihren Forschungen und der Erinnerung an die Hamburger Antifaschisten aus dem Strafbataillon 999 galt, wozu auch ihr Vater gehörte. René Senenko griff die Anregung von Dr. Bettina Wehner auf, für die 999er in Hamburg einen Gedenkort zu schaffen, zumal damit ein alter Wunsch der Verstorbenen in Erfüllung gehe. Die Urne Ursula Suhlings hatte die Stiftung für NS-Verfolgte zwei Wochen zuvor im Grab der Eltern Lucie und Carl Suhling beiesetzen lassen.
16. MAI 2022
Grindelallee/Ecke Sedanstraße
20146 Hamburg
Aktion
OLMO e.V. gehört der seit anderthalb Jahren bestehenden Initiative "Sedanstraße umbenennen!" an und bereitete für heute eine symbolische Umbennenung der Sedanstraße vor. Diese Aktion der Initiative, die mit Infotisch, Banner und Leiter anrückte, fand im Beisein einer Mopo-Fotografin mitten im Feierabendverkehr der Grindelallee statt und lockte viele Passantinnen und Passanten an. Die Initiative wirbt seit ihrer Gründung dafür, die Straße nach dem Wehrmachtsdeserteur und Friedensaktivisten Ludwig Baumann umzubenennen, der 1921 unweit in der Bundesstraße 12 zur Welt kam und 2018 in Bremen verstarb. Der Chefreporter der Mopo Olaf Wunder berichtete in der Mopo-Ausgabe vom 21./22. Mai ausführlich über die Hintergründe.
Fotos (© nko)

8. MAI 2022
Jungfernstieg
20354 Hamburg


Fest zum 8. Mai
Das Leseteam von OLMO e.V. und die Songgruppe Hamburg beteiligten sich am Fest zum 8. Mai auf dem Jungfernstieg mit dem Stück "Unsere Fotos waren Beweismittel - fiktiver Dialog der Hamburger Arbeiterfotograf*innen Erna und Gerhard am 2. Mai 1933", dem sie mit zeitgenössischen Liedeinlagen Schwung verliehen.
Zahl der Besucher*innen: ca. 300
Foto (© Olmo/A. Mundt, Videobild)
Fotos (© Tobias Berking)
21. APR 2022
Ehrenfeld der Geschwister-Scholl-Stiftung
Friedhof Ohlsdorf


Grafik W. Colberg (1950)
Einweihung
Übergabe eines Grab- und Gedenksteins für den Hamburger Künstler, Bootsbauer, Kommunisten und Deserteur Willy Colberg (1906-1986) auf dem Ehrenfeld der Geschwister-Scholl-Stiftung. Mit Ansprachen von Willy Colbergs Tochter Antje Fretwurst-Colberg und Gert Krützfeldt sowie musikalischer Umrahmung durch die Songgruppe Hamburg.
Zahl der Teilnehmer*innen: 19
Fotos (© Olmo/nko)
2. APR 2022
Friedhof Ohlsdorf

Foto S. Schubert, 2021
Rundgang
Das Iranisch-Islamische Gräberfeld in Ohlsdorf. Rundgang mit Kamal Salehezadeh (Hamburg). Ein Beitrag zur Völkerverständigung.
Zahl der Teilnehmer*innen: 15
Fotos (© Olmo/nko)
26. MRZ 2022
Langenhorn



Foto Krützfeldt (Okt. 2020)
Radtour
Fahrt zu Gedenkorten zwischen Ochsenzoll und Heidberg: Zwangsarbeiter-Stele, KZ-Stein, Euthanasie-Tafeln, Gedenkstein für Mehmet Kaymakci. Mit den Referent*innen Margot Löhr, René Senenko und Rachid Messaoudi. Veranstaltung im Rahmen der Woche des Gedenkens im Bezirk Hamburg-Nord.

Zahl der Teilnehmer*innen: 18
Fotos (© Olmo/nko)

1. MRZ bis 10. APR 2022
Vortragsraum der Staats-
und Universitätsbibliothek Hamburg
Von-Melle-Park


Ausstellung
"Proleten auf Karton. Postkarten der Arbeiter*innenbewegung (1919-1939)". Ausstellungseröffnung am 1.3.2022 mit szenischem Dialog "Unsere Fotos waren Beweismittel" und musikalisch-liedhaften Einlagen der Song-Gruppe Hamburg. Führungen durch die Ausstellung mit dem Kurator am 3. April und 5. April.
Flyer
2 Fotos von der Eröffnung am 1. März 2022 (© Gert Krützfeldt)
NDR 90,3 am 9. März 2022 (3 Minuten)



7. DEZ 2021
Bürgerhaus Langenhorn Tangstedter Landstr. 41
22415 Hamburg


Zeichnung M. Raschke
Zeichenkurs
Porträt-Zeichnen mit Meinhard Raschke
Unter Anleitung des bekannten Langenhorner Malers Meinhard Raschke probierten sich die 8 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Porträtzeichnen am lebenden Modell. Man sieht den Resultaten den Spaß, den alle damit hatten, an.
30. NOV 2021
Bürgerhaus Langenhorn Tangstedter Landstr. 41
22415 Hamburg



Munitionstransport im Hamburger Hafen. Die Aufnahme eines Arbeiterfotografen führte 1932 zu einer Anklage wegen "Industriespionage"
Vortrag
"Zwischen Spionagevorwurf und Klassenauftrag - Hamburgs Arbeiterfotografen 1926-1933". Vortrag von René Senenko (Grüner Saal e.V.) mit Bildprojektion. -- Die Ortsgruppe Hamburg der "Vereinigung der Arbeiter-Fotografen Deutschlands" - 1933 verboten - geriet nach 1945 in völlige Vergessenheit - bis heute. Dabei war die im Herbst 1926 gegründete Gruppe eine der regsten lokalen Initiativen von fotografierenden Arbeiter*innen in Deutschland überhaupt. Der erste Reichssekretär der Vereinigung stammte aus Hamburg. Die Hamburger Ortsgruppe führte ihre Mitglieder an die seinerzeit noch junge Kunst der Fotopraxis heran, lud zu Übungsabenden in die Dunkelkammer, zu Fotoexkursionen und eigenen Ausstellungen ein und belieferte die Arbeiterpresse (A-I-Z, "Hamburger Volkszeitung") mit Bildmaterial. Viele Mitglieder der Ortsgruppe begriffen sich als Fotokollektiv, das gesellschaftliche Missstände in Hamburg sichtbar machen wollte. Doch mussten sie dabei allzuoft mit Polizeiwillkür und juristischer Verfolgung rechnen. Als 1932 Arbeiterfotografen geheime Rüstungstransporte im Hamburger Hafen fotografierten und in der KPD-Presse publik machten, zog das mehrere Verfahren wegen "Industriespionage" nach sich.

12. NOV 2021
A.G.D.A.Z. Stadtteiltreff Steilshoop
Gropiusring 43A
22309 Hamburg


 
 
Foto nko
Vortrag
Der Volkstrauertag - Mummenschanz oder authentisches Gedenken?

Während der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus noch immer kein offizieller Feiertag ist, wird an der unzeitgemäßen Praxis des alljährlichen Volkstrauertags im Monat November festgehalten. René Senenko vom Kulturverein Grüner Saal e.V. berichtete von Erfahrungen der letzten zehn Jahre mit den offiziellen Ritualen am Volkstrauertag am Dammtor, in Bramfeld und auf dem Friedhof Ohlsdorf. Mit Lichtbildern.
Veranstalter: AGDAZ in Kooperation mit dem Grünen Saal e.V.

1. OKT 2021
Friedhof Ohlsdorf und Fischland

 

Foto Krützfeldt
Aktion
Grabstein für Willy Colberg nach Fischland überführt

Mitglieder des Grünen Saal e.V. überführten am 1. Oktober 2021 den Familiengrabstein des Hamburger Malers und Grafikers Willy Colberg (1906-1986) vom Friedhof Ohlsdorf nach Fischland. Nach Ablauf der Ruhezeit wollten die Angehörigen verhindern, dass der Stein geschreddert wird. Sie baten uns, die Steinplatte des Grabes zu sichern und nach Fischland zu transportieren, wo die Angehörigen zuhause sind. Da dort im Jahr 2000 bereits mit einer Ausstellung an Willy Colberg erinnert worden ist, ist das Andenken an ihn auf Fischland gut aufgehoben. In Hamburg hat sich zuletzt (im August 2021) die Gedenkstätte Ernst Thälmann mit einer Ausstellung von Grafiken Colbergs um das Andenken an den Künstler bemüht.
Über Leben und Werk des Künstlers siehe www.willy-colberg.de

Denkmaltag
11. SEP 2021
Friedhof Ohlsdorf: Gedenkhalle für die "Gefallenen" und
Garten der Frauen

 
 
Foto nko
Rundgang
Deserteursgräber und Gedenkhalle für "Gefallene"

An der Gedenkhalle für die "Gefallenen" sowie an entlegenen Stellen des Gräberfeldes "Deutsche Soldatengräber" stellten nach einführenden Vorbemerkungen von René Senenko über die nun erfolgte dauerhafte Kommentierung des Rundbaus, drei weitere Referent*innen Einzelbiografien von hier bestatteten Opfern des Faschismus vor. Margot Löhr sprach über die von ihr erforschten Schicksale von Kleinkindern von Zwangsarbeiterinnen, für die hier einige Kissensteine zu finden sind. Ursula Wagner, verwandt mit dem hier beigesetzten Wehrmachtsdeserteur Herbert Klein, und Jörg Arp, Enkel des "Fahnenflüchtigen" Willi Dittmann, stellten die Lebenswege dieser beiden Opfer der Wehrmachtsjustiz vor. Beide Soldaten waren am Höltigbaum hingerichtet worden. Abschließend führte am neu errichteten Gedenkstein für France Bloch-Sérazin im "Garten der Frauen" das Leseteam "Antikriegsambulanz" mit Rachid Messaoudi, Lilli Mundt (11 J.) und René Senenko das eigene Stück "Fiktiver Dialog mit France-Bloch Sérazin" auf. Rita Bake vom Garten der Frauen e.V. erläuterte ihre Idee eines Gedenkwürfels, der im Jahr 2022 im Garten der Frauen seinen Platz finden wird, um an die oben erwähnten Kinder der Zwangsarbeiterinnen zu erinnern. Uwe Levien gab mit Liedern zur Gitarre der Veranstaltung zum Denkmaltag einen musikalischen Rahmen. 

7. AUG 2021
Friedhof Ohlsdorf:
Bombenopfer-Mahnmal

 

Foto Krützfeldt
Cover: Edition Alster 
Buchvorstellung
Nach 8 Jahre währenden Bemühungen konnte der "Runde Tisch Weltkriegsgräber" (dem auch der Grüne Saal e.V. angehört) nun seine erste Veröffentlichung über das große Gräberfeld "Deutsche Soldatengräber" auf dem Friedhof Ohlsdorf vorlegen. Der Runde Tisch war 2013 ins Leben gerufen worden, um auch an die zahllosen Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern, die hier seit den 1950er Jahren unterschiedlos zu den Soldatengräbern beigesetzt sind, also hier als NS-Opfer nicht erkennbar sind. Darunter befinden sich viele Kriegsgefangene, Zwangsarbeiterinnen und deren Kinder, Widerstandskämpfer, KZ-Häftlinge, hingerichtete Wehrmachtsdeserteure und Krankenhauspatienten. Der Sammelband des Runden Tisches mit dem Titel "Soldat - Kind - Zwangsarbeiterin - Deserteur" erschien in einer Auflage von 300 Exemplaren im Verlag Edition Alster und kann bei der Landeszentrale politische Bildung Hamburg und bei der Friedhofsverwaltung Ohlsdorf erworben werden. Da eines der Anliegen des Runden Tisches auch eine angemessene Kommentierung des Gräberfeldes und des Rundbaus an der Linnestraße war, hat die Friedhofsverwaltung bereits am Vortag die Deserteursstele von Volker Lang, die bisher 100 Meter abseits an der Linnestraße platziert war, zum Rundbau versetzen lassen. Damit werden die alljährlichen Kranzehrungen am Volkstrauertag nicht mehr einseitig den "Gefallenen" beider Weltkriege zuteil. Demnächst soll das Gräberfeld auch umbenannt werden.

31. JUL 2021
Friedhof Ohlsdorf:
Garten der Frauen


 
  Szenische Lesung
Fiktiver Dialog mit France Bloch-Sérazin
Der Kulturverein Grüner Saal e.V. beteiligte sich am Ohlsdorfer Friedensfest mit einem Kurzstück des Leseteams "Antikriegsambulanz". Diese Kleinkunstgruppe mit Rachid Messaoudi, Lilli Mundt und René Senenko brachte einen "Fiktiven Dialog mit France Bloch-Sérazin" zur Aufführung (Anlass der Inszenierung war der im Juni im Garten der Frauen übergebene Gedenkstein für die französische Widerstandskämpferin France Bloch-Sérazin, die 1943 in Hamburg hingerichtet worden ist). Musikalisch begleitet wurde die Aufführung von Uwe Levien mit Liedern zur Gitarre.

24. JUL 2021
Langenhorn
Die Medienresonanz:
hamburg1
NDR
Mopo
taz
Focus
Hurriyet
ND
BirGün
 

Foto Vān Ngân Hoàng
Denkmaleinweihung
Erinnerung an einen rassistischen Mord in Langenhorn: Gedenkstein für Mehmet Kaymakçı

Vor 36 Jahren wurde in der Nacht zum 24. Juli 1985 der damals 29jährige Maurer Mehmet Kaymakçı aus Langehorn von drei Neonazis brutal ermordet. Auf Initiative der Bezirksversammlung Hamburg-Nord wurde nun am Jahrestag des rassistischen Verbrechens, am 24. Juli 2021, am Ort der Tat in der Straße Hohe Liedt in Langenhorn ein Gedenkstein übergeben. Unser Mitglied Rachid Messaoudi hat die Gedenkstein-Übergabe vorbereitet; auf seinen Vorschlag hin hat der Grüne Saal e.V. die Patenschaft über den Gedenkort übernommen. Wir dokumentieren hier den Redebeitrag von Rachid Messaoudi bei der Gedenkstein-Übergabe. Siehe auch unseren Themenbeitrag.
 
19. JUN 2021
16. MAI 2021
Friedhof Ohlsdorf

  Radtour mit Gedenkstein-Einweihung
Leben und Tod der
France Bloch-Sérazin
Letzte Station der beiden Radtouren über den Friedhof Ohlsdorf war der neue Gedenkstein für France Bloch-Sérazin im "Garten der Frauen", dessen Enthüllung das Leseteam "Antikriegsambulanz" mit einem eigens inszenierten "Fiktiven Dialog mit France Bloch-Sérazin" und Uwe Levien mit Liedern zur Gitarre begleitete.
An der Radtour am 16. Mai und am 19. Juni wirkten mit: Rita Bake (Garten der Frauen), Uwe Levien (Musik), Birte Segger (Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof), Hans-Joachim Kroll, Gert Krützfeldt sowie das Leseteam "Antikriegsabulanz" mit Rachid Messaoudi, Lilli Mundt und René Senenko. In Kooperation mit dem Verein Garten der Frauen e.V. 

15. DEZ 2020
Bürgerhaus Langenhorn Tangstedter Landstr. 41
22415 Hamburg


Zeichnung M. Raschke
Verschoben!
Zeichenkurs
Zeichnen mit Meinhard Raschke
Unter Anleitung des bekannten Langenhorner Malers Meinhard Raschke probieren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Porträtzeichnen am lebenden Modell. Teilnahme 3 EUR. Anmeldung unter gruener-saal@gmx.de
18. NOV 2020
Café Lütt
Käkenflur 16F
22419 Hamburg

Luftbild Kettenwerk 1945
Verschoben!
Vortrag und Diskussion
Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit in Langenhorn
Mit René Senenko vom Kulturverein Grüner Saal e.V.
Veranstaltung in Kooperation mit Leila - Leben in Langenhorn e.V.
Eintritt frei
     
18. OKT 2020
Treff:
Taxistand am U-Bf. Ochsenzoll (U1)
Dauer 2 ½ Std.
Gebühr 5 EUR
Flyer

Fotos Gert Krützfeldt
Tour (mit und ohne Fahrrad)
Zwangsarbeit im Hanseatischen Kettenwerk und in der Messap
Radtour und Spaziergang zu Gedenkorten und Stätten über einen der größten Standorte der Hamburgischen Rüstungsproduktion im 2. Weltkrieg. Zwischen Hochbahn Ochsenzoll und Tarpen waren im 2. Weltkrieg in den Munitionsfabriken "Hanseatisches Kettenwerk" und "Deutsche Messapparate GmbH" (Messap) 9500 Menschen beschäftigt, davon ein Großteil unfreiwillig. Unsere Tour führt zu einigen Stätten des einstigen Rüstungsstandorts und stellt erstmal ein Konzept für eine geplante "Spur der Erinnerung" vor, welche die 5 Gedenkorte im Komplex "Rüstungsproduktion, Zwangsarbeit und KZ in Langenhorn" in einen Zusammenhang stellen will.
Unsere Tour umfasst folgende Stationen:
1) Standort der umgesetzten Zwangsarbeiter-Stele; 2) Stolpersteine für 2 strafgefangene Soldaten, die im Kettenwerk arbeiten mussten und nach Fluchtversuch hingerichtet wurden; 3) getarnter Schutzraum in der Strohdachsiedlung (nur mit Fahrrad); 4) KZ-Gedenkstein Essener Straße; 5) verschütterter Deckungsgraben im Wohngebiet und 6) Valvopark (Messap) mit Besichtigung der weitläufigen unterirdischen Schutzräume.
Wer ohne Fahrrad kommt, nimmt an der Führung bis zu den Stationen 1 und 2 teil und schließt sich dann der Gruppe an, die zu Fuß zum KZ-Gedenkstein unterwegs sein wird. Die Radlergruppe steuert in der Zwischenzeit den getarnten Schutzraum in der Strohdachsiedlung an. Beide Gruppe finden sich dann am KZ-Gedenkstein (Essener Str. 54) ein, suchen im Wohngebiet einen verschütteten Deckungsgraben auf und finden sich schließlich am Valvopark ein. Am Valvopark (einst Messap) stellt der Kunstverein Kettenwerk e.V. erste Ideen für ein geplantes Denkzeichen vor, das an die Zwangsarbeit während des 2. Weltkrieges bei der Messap erinnern soll. Abschließend besichtigen wir die unterirdischen Schutzräume der einstigen Messap. Wer dann noch bei Kaffee oder Tee an einem Austausch in einem Atelier des Kunstvereins im Valvopark Interesse hat, muss sich anmelden bei gruener-saal@gmx.de - Für eine Teilnahme an der Tour ist hingegen keine Anmeldung erforderlich. Teilnahmegebühr Tour 5 Euro.
Während der Veranstaltung kann die neue Broschüre "Wohnungsbau für die Rüstungsindustrie - Siedlungen für das Hanseatische Kettenwerk und die Messap" (44 Seiten, ill.) zum Preis von 4,80 Euro erworben werden.
Endstation der 2 1/2-stündigen Tour ist der Valvopark. Von da fährt sonntags der Bus 278 halbstündlich auch zum U-Bf. Ochsenzoll (U1)
     
25. SEP 2020
2. OKT 2020
A.G.D.A.Z.
Stadtteiltreff Steilshoop
Gropiusring 43A
22309 Hamburg

Foto K.Salehezadeh
Kurz-Kursus
Was ist schön? Zweimal 90 Minuten Persische Kalligrafie
Unser kleiner Kursus gibt einen Einblick in Geschichte und Praxis der faszinierenden persischen Schönschreibschrift. Kursusleiter Kamal Salehezadeh weist auf wesentliche Unterschiede zu unserem Alfabet hin, das auf lateinischen Buchstaben basiert, und leitet zu ersten Schreibversuchen an. In der 2. Stunde werden alle TeilnehmerInnen mittels persischer Schriftzeichen ihren Namen schreiben. Der Kursus über 2 x 90 Minuten wendet sich an Interessierte ab 14 Jahren. Mitzubringen sind Schreibstift und Papier.
Der Referent Kamal Salehezadeh, Hamburg, ist Dozent für Mathematik und Ökonomie und spricht neben Persisch auch Deutsch, Englisch und Türkisch
Wir bitten um eine Anmeldung an info@agdaz.de oder 040-6301028. AGDAZ bemüht uns darum, im Anschluss ein persisches Gericht anzubieten.
     
Teil 1919-1927:
20. AUG bis
 11. SEP 2020
Kulturhaus »ella« Langenhorn
Käkenflur 30 (über Iserlohner Stieg)
22419 Hamburg

Teil 1928-1932:
21. AUG bis
2. OKT 2020
A.G.D.A.Z.
Stadtteiltreff Steilshoop
Gropiusring 43A
22309 Hamburg

 Teil 1933-1943:
18. AUG bis
 18. SEP 2020
Gedenkstätte Ernst Thälmann
Tarpenbekstr. 66
20251 Hamburg
 

Plakat (DIN-Format)

Flyer (4 Seiten, DIN-Format)

Die Medien:
Hamburger Wochenblatt (Langenhorn/Fuhlsbüttel) 12.8.20

Hamburger Wochenblatt
 (Eppendorf) 12.8.20

Hamburger Wochenblatt
 (Bramfeld/Steilshoop) 12.8.20

Markt extra (Norderstedt) 15.8.20
Ausstellung
150 Jahre Postkarte in Deutschland

Mitmach-Ausstellung »Revolution - Demokratie - Antifaschismus. Alte Hamburg-Postkarten geben ihre Geschichte preis«
Zwei Dutzend Autor*innen, Mitglieder aus Hamburger Geschichtswerkstätten, Historiker*innen, Sammler*innen und Familienforscher*innen haben sich der Idee einer Ausstellung verschrieben, mittels alter Ansichtskarten Episoden Hamburger Geschichte zu vermitteln. Die Postkarten künden von nie (oder selten) erzählten Episoden und Schicksalen. Aus den Jahren der Weimarer Republik werfen sie Schlaglichter auf den widerspruchsvollen Kampf der Arbeiterbewegung in Hamburg ebenso wie auf heute völlig vergessene Reformprojekte. Über die Jahre des Faschismus erfahren wir von Justizmord, Flucht und Exil, aber auch von mutigen Fällen des Zusammenhalts, der Solidarität und des Widerstands. Viele der Postkarten finden nun nach 80 bis 100 Jahren erstmals ein Publikum.
Die Ausstellung wird ständig um neue Tafeln erweitert, denn eine Grundidee des Kulturvereins Grüner Saal e.V., der die Ausstellung organisiert hat, ist es, die Besucher*innen der Schau anzuregen, in ihren Fotoalben Postkarten ausfindig zu machen, die ihrer Wiederentdeckung harren und vielleicht bei unseren nächsten Ausstellungen ihre Geschichte preisgeben.
Die auf Vlies-Tüchern präsentierte Schau – wegen ihres Umfangs in drei Zeitabschnitte unterteilt – wird bis Mitte September 2020 in drei Einrichtungen in Langenhorn, Steilshoop und Eppendorf gezeigt. Die Teilausstellung im Kulturhaus "ella" ist bis zum 10. September 2020 zu sehen, die anderen beiden bis zum 18. September 2020 – stets im Rahmen der Öffnungszeiten dieser Einrichtungen. Für Ihre Teilnahme an einer drei Eröffnungen oder für einen Besuch an den übrigen Ausstellungstagen melden Sie sich bitte an unter:  
Kulturhaus "ella" Langenhorn:  prella@mookwat.de
A.G.D.A.Z. Steilshoop:  info@agdaz.de
Gedenkstätte Ernst Thälmann:  kuratorium@thaelmann-gedenkstaette.de

Begleitveranstaltungen:
Freitag 28. August 2020, 18:00
Post ins KoLaFu - Die Hamburger Widerstandskämpfer*innen Herta Winzer (verh. Rebstock), Werner Stender und Anita Sellenschloh. Lesung mit Musik unter anderem aus dem soeben erschienenem Buch "Gertigstraße 56 - Drei Brüder im Widerstand gegen den Nationalsozialismus" (Autorin: Ruth Stender) auf dem Ehrenfeld der Geschwister-Scholl-Stiftung. Es lesen Inés Fabig und Andre Rebstock. Das Buch kann bei der Veranstaltung zum Preis von 22,90 Euro erworben werden.
Ort: Friedhof Ohlsdorf, Ehrenfeld der Geschwister-Scholl-Stiftung. Auf der Sorbusallee (unweit Ausgang Bramfeld) den grünen Hinweisschildern folgen. In Kooperation mit der Gruppe "Kinder des Widerstands Hamburg". Teilnahme gegen Spende. Anmeldung unter gruener-saal@gmx.de

Samstag 29. August 2020, 14:00
Radtour über den Friedhof Ohlsdorf zu den Gräbern von Johanne Reitze, Etkar André und Adolf Biedermann.
Treff am S-Bahnhof Ohlsdorf Ausgang Friedhof. Teilnahme gegen Spende. Anmeldung unter gruener-saal@gmx.de. Im Rahmen dieser Tour findet im "Garten der Frauen" eine Führung mit Dr. Rita Bake zu den Grab- und Gedenksteinen von Johanne Reitze u.a. mutigen Hamburger Frauen aus den Jahren 1919-1945 statt. Dieser Teil der Rundfahrt findet in Kooperation mit dem Verein Garten der Frauen e.V. statt
     
9. JUN 2020
Ort: Gehweg zwischen Langenhorner Chaussee 623-625 (Bürogebäude) und ZOB Ochsenzoll



Fotos Gert Krützfeldt
Neuübergabe Gedenkort
Gedenkstele am neuen Standort in Langenhorn enthüllt

37 Bürgerinnen und Bürger fanden sich zur Übergabe der Gedenkstele zur Erinnerung an die NS-Zwangsarbeit im "Hanseatischen Kettenwerk" am neuen Standort an der Langenhorner Chaussee 623-625 ein. Mit Uwe Leviens Liedern zur Gitarre und Ansprachen von Georg Chodinski (Landessprecher der VVN-BdA Hamburg), Hans-Joachim Kroll (Vors. Grüner Saal e.V.), Wolfgang Peper (Pastor der ev. Gemeinde St. Jürgen-Zachäus) und Rachid Messaoudi (Abgeordneter der LINKE in der BV Nord und Mitglied des Grünen Saal e.V.) bekam dieser lang vorbereitete Akt einen würdigen Rahmen. Videoeindrücke von René Buschmann
Mopo vom 11.6.2020 Ι Wochenblatt (Ausg. Langenhorn) 24.6.2020 Ι Langenhorner Rundschau vom Juli 2020
     
11. MAI 2020
Ort: HAW Hamburg
Alexanderstraße 1
20099 Hamburg
Verschoben!
Ausstellung
»Schreiendes Holz. Die Passion des Frans Masereel«. Ausstellung

Vernissage zur Premiere. Der Grüne Saal e.V. zeigt seine neue Ausstellung "Schreiendes Holz" in der Versammlungsstätte der "Hochschule für Angewandte Wissenschaften" (HAW Hamburg). Im Mittelpunkt der auf 20 Textiltüchern gedruckten Schau steht der legendäre erste Bildroman Masereels, die in Holzschnitten geschaffene "Passion eines Menschen" sowie eine Vielzahl eindrucksvoller Antikriegsgrafiken des Künstlers. Ein Begleitheft zur Ausstellung ist erhältlich. Unter Vorbehalt der Corona-relevanten Einschränkungen findet die Ausstellung vom 11. Mai bis 19. Juni 2020 statt. Veranstalter sind der AK Friedenswissenschaft an der HAW sowie der Fachschaftsrat FSR Soziale Arbeit an der HAW. • Flyer
     
14. MÄRZ 2020
Treff: S-Bf. Ohlsdorf
Ausgang Friedhof






Fotos nko
Radtour
Was sollen »Prominentengräber«? Radtour über den Friedhof Ohlsdorf

Erstmals bot der Kulturverein Grüner Saal e.V. eine Rundfahrt zu „Prominentengräbern“ von NS-Tätern sowie zu Gräbern von bekannten mutigen Nazigegnerinnen und ermordeten Antifaschisten, die nicht als „Prominentengräber“ gelten (Margaretha Rothe; Adolf Biedermann, Etkar André, Kurt Elvers) an. Der Verein beabsichtigte mit dieser Tour dazu beitragen, die Liste der sogenannten „Prominentengräber“ auf den Prüfstand zu stellen. 40 Interessierte nahmen an der Tour teil, die im Rahmen der "Woche des Gedenkens in Hamburg-Nord" stattfand.
Flyer
     
20. FEB 2020
Bürgerhaus Langenhorn
Tangstedter Landstr. 41
22415 Hamburg




Foto nko
Schnellkurs Porträtzeichnen
Unter Anleitung des bekannten Langenhorner Malers Meinhard Raschke probierten sich die zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer am lebenden Modell im Porträtzeichnen. Die jüngste Teilnehmerin zählte 9 Jahre. Gern kommen wir dem Wunsch nach, solch einen Kursus zu wiederholen.


     
28. JAN 2020
Kulturhaus LaLi
Tangstedter Landstr. 182A
22415 Hamburg






Fotos nko
Film »Vergessene Transporte«
Der Bezirksseniorenbeirat Hamburg-Nord lud (in Kooperation mit dem Grünen Saal e.V.) erstmals zu einer Aufführung der Filmdoku »Vergessene Transporte« in das Kulturhaus LaLi ein. Der Film handelt von der Odyssee 40 jüdischer Mädchen aus der Tschechoslowakei durch mehrere baltische Lager nach Hamburg-Langenhorn, wo sie ab Herbst 1944 im "Hanseatischen Kettenwerk" Granathülsen fertigen mussten. Werner Hansen, Vorsitzender des Seniorenbeirats Nord, der die Veranstaltung vorbereitet hatte, begrüßte die 120 Besucherinnen und Besucher; Klaus Wicher, Landesvorsitzender des SoVD Hamburg, sprach anlässlich des bevorstehenden Auschwitz-Gedenktages, Liane Rathke rezitierte Gedichte und René Senenko führte in den Film ein. Eine Videokonferenz mit dem Regisseur Lukáš Přibyl (New York) rundete die Veranstaltung ab.
Hamburger Wochenblatt 15.1.2020 (Seite 3 oben) • Plakat
PS: Am 31. Januar hielt René Senenko vom Grünen Saal e.V. in der evangelischen Gemeinde St. Jürgen, Stockflethweg, Hamburg-Langenhorn, einen Vortrag über Zwangsarbeit im Hanseatischen Kettenwerk; Beginn 15 Uhr • taz Hamburg 31.1.2020
     

   

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