Deserteur? – Mit Stolz. Ich habe des Königs Fahne,
die mich gepresst, mit des Volks soldlosem Banner vertauscht.

Georg Herwegh, 1839-43

   
  


Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal
Wir
erinnern an die Opfer der NS-Militärjustiz
und engagieren uns gegen Deutschlands
Beteiligung an jeglichem Krieg, gegen Aufrüstung
und Waffenhandel

                         




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Veranstaltungen, Tipps und Termine

Jedes Jahr im November das gleiche Bild:
Einer der Orte für Kranzehrungen am Volkstrauertag:

Der Soldatenfriedhof in Ohlsdorf.
Foto nko
Freitag 12. November 2021, 19:30  
AGDAZ
Der Volkstrauertag - Mummenschanz oder authentisches Gedenken?

Während der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus noch immer kein offizieller Feiertag ist, wird an der unzeitgemäßen Praxis des alljährlichen Volkstrauertags im Monat November festgehalten. René Senenko vom Kulturverein Grüner Saal e.V. und Detlef Hartmann vom AK Denk-Mal Bramfeld berichten von ihren Erfahrungen mit den offiziellen Ritualen am Volkstrauertag am Dammtor, in Bramfeld und auf dem Friedhof Ohlsdorf. Mit Lichtbildern.
Ort: Agdaz-Stadtteiltreff Steilshoop, Gropiusring 43a, 22309 Hamburg. Veranstalter: AGDAZ in Kooperation mit dem Grünen Saal e.V.

Direkt am Gefallenentempel
befindet sich seit kurzem die bislang abseits platzierte Deserteursstele des Bildhauers Volker Lang. Im Bild der Künstler an der umgesetzten Stele. Foto nko
Samstag 13. November 2021, 14:00  
Volkstrauertag
Ohne Gefallenenmythos - Gedenken an der Deserteursstele in Ohlsdorf

Wir erinnern wir an der Deserteursstele, die seit kurzem am Gefallenentempel steht, der vielen auf dem Gräberfeld beigesetzten Opfer des NS (Kinder von Zwangsarbeiterinnen, Deserteure usw.).
Das Programm:
14:00 Beginn
Songgruppe Hamburg: Lieder
R. Senenko/G. Chodinski: Der Runde Tisch und die Kontroversen um das Erinnern am Soldatenfriedhof
Margot Löhr: Was haben Kindergräber auf dem Soldatenfriedhof zu suchen?
Rita Bake: Ein Gedenkwürfel für die Kinder der Zwangsarbeiterinnen! (Projekt).
Veranstalter ist der "Runde Tisch Gräberfeld Deutsche Soldatengräber". Ort: Friedhof Ohlsdorf, Gräberfeld "Deutsche Soldatengräber", Linnestr./Mittellallee; Bus 170/270 bis Haltestelle "Kapelle 9"
Sonntag 14. November 2021, 13:30 bis 16:30 Volkstrauertag Für eine Welt ohne Krieg! Ludwig Baumann und das Hamburger Deserteursdenkmal - Ein Kontrastprogramm zum "Volkstrauertag"
Das 2010 gegründete "Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal" möchte am Dammtor mit einem Programm aus Musik und Textbeiträgen am Gedenkort für die Opfer der NS-Militärjustiz (Deserteursdenkmal) an Ludwig Baumanns Bemühungen um die Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure erinnern. Das heutige Programm am Deserteursdenkmal bildet zugleich den Auftakt zu den im Dezember geplanten Veranstaltungen zum 100. Geburtstag Ludwig Baumanns, den wir am 13. Dezember 2021 begehen. Programm l Flyer "In Memoriam Ludwig Baumann"
Montag 22. November 2021, 18:30 bis 20:00 Podiumsdiskussion Sedanstraße umbenennen!
Die Initiative "Sedanstraße umbenennen!" lädt ein zur Diskussion über die angestrebte Umbenennung der Sedanstraße in Eimsbüttel und eine Neubenennung nach dem Hamburger Friedensaktivisten und Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann. Alle Interessierten sind eingeladen und wir freuen uns über eine Anmeldung unter kontakt@sedanstrasse-umbenennen.de

Programm
1. Begrüßung
2. Einführungsvortrag: Sedanschlacht, Sedankult und Sedanstraße im öffentlichen Gedächtnis der Stadt. Warum umbenennen?
3. Kurzer Film und Vortrag: Ludwig Baumann und sein friedenspolitisches Wirken
4. Stellungnahmen von Abgeordneten der Fraktionen der Bezirksversammlung Eimsbüttel (SPD, Grüne, Linke, CDU, FDP)
5. Diskussion Publikum und Podium
6. Fazit

Gäste auf dem Podium:
Prof. Dr. Detlef Garbe
Gründungsvorstand die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte
Dr. Johanna Meyer-Lenz
Historikerin (Hamburg), Mitglied der Initiative Sedanstraße umbenennen
Angefragt: Vertreter:innen der Fraktionen der Bezirksversammlung Eimsbüttel
(SPD, Grüne, Linke, CDU, FDP)
Moderation: Lene Greve, Initiative Sedanstraße umbenennen

Ort: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Vortragsraum I. Stock (Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg).
Veranstalter: Inititiative "Sedanstraße umbenennen!" l Flyer "In Memoriam Ludwig Baumann"
Mittwoch 24. November 2021, 18:00 100. Geburtstag Ludwig Baumann "Niemals gegen das Gewissen" - Ein Johann-Voß-Programm Ort: Deserteursdenkmal, Dammtor. Der Lyriker und Sänger Johann Voß erinnert am 6. Jahrestag der Denkmalsübergabe am Gedenkort für die Opfer der NS-Militärjustiz mit Gedichten und Liedern an Ludwig Baumann und dessen Aufruf „Hört niemals auf, selbständig zu denken! Prüft euer Gewissen und hört auf das, was es euch sagt.“ Eine Veranstaltung von Johann Voß, www.johannvoss.de. Flyer "In Memoriam Ludwig Baumann"
Sonntag 12. Dezember 2021, 11:00 100. Geburtstag Ludwig Baumann Festveranstaltung zum 100. Geburtstag von Ludwig Baumann Ort: Abaton-Kino, Allendeplatz 3/ Ecke Grindelhof. In einem von Pastor i.R. Ulrich Hentschel moderierten Podiumsgespräch sprechen Prof. Dr. Detlef Garbe, Günter Knebel und René Senenko über Ludwig Baumann und die Politik, die Arbeit der Bundesvereinigung Opfer der Militärjustiz und den Gedenkort für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz in Hamburg. Im Anschluss an eine filmische „Geburtstagsedition“ spricht Klaus Becker, Filmbüro Bremen, mit der Produzentin und Regisseurin Annette Ortlieb über ihr Filmprojekt zum Leben von Ludwig Baumann. 2G-Veranstaltung, Eintritt frei, Anmeldung bitte bis 8.12. hier: https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/ Eine Veranstaltung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal, der Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. Flyer "In Memoriam Ludwig Baumann"
Montag 13. Dezember 2021, 12:00 100. Geburtstag Ludwig Baumann „Für eine Welt ohne Krieg“ - Ehrung am Geburtshaus von Ludwig Baumann Ort: Bundesstraße 12, Hamburg. Mit Beiträgen von Günter Knebel (Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz), Georg Chodinski (VVN-BdA) und Detlef Mielke (DFG-VK). Veranstalter: Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal. Flyer "In Memoriam Ludwig Baumann"
Montag 13. Dezember 2021, 15:00 100. Geburtstag Ludwig Baumann Benennung des Ludwig-Baumann-Parks Ort: Hamburg-Wandsbek, Zur Jenfelder Au/ Ecke Erich-Hippel-Weg. Im Juni 2021 hat die Bezirksversammlung Wandsbek beschlossen, eine Freifläche im Wohngebiet Jenfelder Au in Nähe der Kurt-Oldenburg-Straße in „Ludwig-Baumann-Park“ zu benennen. Im Wohnquartier Jenfelder Au, das auf dem Areal der früheren Lettow-Vorbeck-Kaserne entstanden ist, erinnern Straßen an die Opfer der NS-Militärjustiz Kurt Elvers, Erich Hippel und Kurt Oldenburg. Ansprache von André Schneider, Vorsitzender der Bezirksversammlung Wandsbek. Im Anschluss Treff im benachbarten Jenfeld-Haus, Charlottenburger Str. 1. Eine Veranstaltung der Bezirksversammlung Wandsbek. Flyer "In Memoriam Ludwig Baumann"



Jüngste Aktivitätenn

Drei der farbigen Glassteine, aus denen der geplante Gedenkwürfel für die Kinder von Zwangsarbeiterinnen zusammengesetzt werden soll. Für die Finanzierung der einzelnen Glassteine werden PatInnen gesucht. Foto nko
11. September 2021 Denkmaltag Deserteursgräber und Gedenkhalle für "Gefallene"
An der Gedenkhalle für die "Gefallenen" sowie an entlegenen Stellen des Gräberfeldes "Deutsche Soldatengräber" stellten nach einführenden Vorbemerkungen von René Senenko über die nun erfolgte dauerhafte Kommentierung des Rundbaus, drei weitere Referent*innen Einzelbiografien von hier bestatteten Opfern des Faschismus vor. Margot Löhr sprach über die von ihr erforschten Schicksale von Kleinkindern von Zwangsarbeiterinnen, für die hier einige Kissensteine zu finden sind. Frau Wagner, entfernt verwandt mit dem hier beigesetzten  Wehrmachtsdeserteur Herbert Klein, und Jörg Arp, Enkel des "Fahnenflüchtigen" Willi  Dittmann, stellten die Lebenswege dieser beiden Opfer der Wehrmachtsjustiz vor. Beide Soldaten waren am Höltigbaum hingerichtet worden. Abschließend führte im "Garten der Frauen" am neu errichteten Gedenkstein für France Bloch-Sérazin das Leseteam "Antikriegsambulanz" mit Rachid Messaoudi, Lilli Mundt (11 J.) und René Senenko das eigene Stück "Fiktiver Dialog mit France-Bloch Sérazin" auf. Rita Bake vom Garten der Frauen e.V. erläuterte ihre Idee eines Gedenkwürfels, der im Jahr 2022 im Garten der Frauen seinen Platz finden wird, um an die oben erwähnten
Kinder der Zwangsarbeiterinnen zu erinnern. Uwe Levien gab mit Liedern zur Gitarre der Veranstaltung zum Denkmaltag einen musikalischen Rahmen.
31. Juli 2021 und 7. August 2021  
Ohlsdorfer Friedensfest
Fiktiver Dialog mit France Bloch-Sérazin und Buchvorstellung zum umstrittenen Soldatenfriedhof

Im Rahmen des Ohlsdorfer Friedensfestes führte das dreiköpfige Team "Antikriegsambulanz" am 31.7. im Garten der Frauen (Friedhof Ohlsdorf) seinen "Fiktiven Dialog mit France Bloch-Sérazin" auf. Eine Woche später, am 7. August, stellte der seit 2013 bestehende "Runde Tisch Weltkriegsgräber" am Bombenopfer-Sammelgrab seinen eben erschienenen Sammelband über den Soldatenfriedhof vor (siehe nebenstehende Abbildung). Der Band mit dem Titel "Soldat - Kind - Zwangsarbeiterin - Deserteur" ist bei der Landeszentrale politische Bildung, bei der Friedhofsverwaltung Ohlsdorf sowie beim Kulturverein Grüner Saal e.V. erhältlich.
Flyer Ohlsdorfer Friedensfest


Im Bild Volker Lang, der Schöpfer des Hamburger Deserteursdenkmals, hier am neuen Standort der Stele. Die Stele gehört zu den acht "Außenstellen" des Deserteursdenkmals am Dammtor, Foto nko
6. August 2021  Soldatenfriedhof Ohlsdorf Deserteursstele zum Gefallenentempel umgesetzt
Seit dem 4. August lässt die Friedhofsverwaltung die Deserteursstele von Volker Lang, die bislang 200 Meter abseits stand und kaum Beachtung fand, direkt vor den Volksbundtempel, der den "Gefallenen beider Weltkriege" gewidmet ist, umsetzen und den Zugang zum jetzigen Standort neu pflastern. So bekommt der umstrittene Tempel ein erinnerungspolitisches Korrektiv, welches das gewohnte Erscheinungsbild zumindest beeinträchtig. Damit wird die alljährliche Kranzehrung zum Volkstrauertag am Tempel automatisch auch zu einer Ehrung der Deserteure. Die Idee, den Volksbundtempel zu kommentieren, ist acht Jahre alt


Foto Hormeier, August 2021
4. August 2021  Stolpersteine Putzaktion der Hamburger Friedensinitiative Naturfreunde
Die FriedensInitiative NaturFreunde Hamburg hat heute bei ihrer Stolperstein-Putzaktion auch den Stein für Kurt Elvers in der Osterstraße gereinigt. Mehr zu Kurt Elvers, der im Februar 1945 am Höltigbaum wegen Wehrkraftzersetzung erschossen wurde, siehe Wikipedia. Danke an Helene Hormeier für die Information und das Foto  


16. Mai 2021 und 19. Juni 2021
Radtour und Gedenkstein-Übergabe
Leben und Tod der France Bloch-Sérazin

Radtour über den Friedhof Ohlsdorf zu Gräbern von Menschen, die während des 2. Weltkrieges wegen Fahnenflucht, Beihilfe zur Fahnenflucht u.a. kriegsrelevanter Tatbestände zu Todes- oder Haftstrafen verurteilt wurden. Letzte Station der Radtour: Übergabe eines Gedenksteins für France Bloch-Sérazin im Garten der Frauen.
Gemeinsame Veranstaltung des Kulturvereins Grüner Saal e.V. mit dem Verein Garten der Frauen e.V. 
Flyer

Mai 2021  Kriegerdenkmal Bramfeld Doppelzüngigkeit im Bild
Im Mai 2016 beschlossen der Regionalausschuss Bramfeld und die Bezirksversammlung Wandsbek die Auslobung eines Wettbewerbs zur "Kommentierung für das Kriegerdenkmal Bramfeld". Das hinderte dieselben Fraktionen (mit Ausnahme der LINKE) nicht daran, mit dem konservativen Heimatverein alljährlich zum Volkstrauertag am Bramfelder Kriegerstandbild, "Ehrenmal" genannt, einen gemeinsamen Kranz abzulegen. Noch im November 2018, als eine Jury bereits die Entwürfe des Gegendenkmals öffentlich präsentierte, wurde - wie zum Hohn! - am Volkstrauertag der Gemeinschaftskranz von Heimatverein, Grüne, SPD, CDU und FDP am "Ehrenmal" abgelegt.

Unglaublich, aber wahr.
Heute nun feiern sich Grüne und SPD selber für den Erfolg des geplanten Gegendenkmals. Dabei verschweigen sie, dass es der Arbeitskreis Denk-Mal war, der gegen den Widerstand aller "Kranz-Fraktionen" die Kommentierung zehn Jahre lang gefördert und durchgesetzt hat
. Ich dokumentiere hier einmal die in den Jahren 2015 bis 2018 fotografierten Kränze der "Kranz-Koalition". Es ist damit zu rechnen, dass die Kranz-Koalition (die LINKE gehört ihr nicht an) ihre Schizophrenie weiterpflegen und die Gemeinschaftskränze am Kriegerdenkmal auch dann ablegen wird, wenn das Gegendenkmal längst realisiert ist. Dokumentation der Gemeinschaftkränze 2015-2018


Keine Kunstperformance am Bramfelder Kriegerdenkmal, sondern die Besichtigung desselben durch die zweite Bürgermeisterin
(April 2021)
30. April 2021  Kriegerdenkmal Bramfeld Geld für Gegendenkmal in Aussicht
Nun ist es raus! Hamburgs zweite Bürgermeisterin und Bezirkssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) hat bei ihrem Besuch in Bramfeld die Finanzierung der geplanten Gegendenkmals zum Bramfelder Kriegerdenkmal zugesagt, - vorbehaltlich des bevorstehenden Bürgerschaftsbeschlusses. Zahn Jahre lang hat der AK Denkm-Mal um Detlef Hartmann, immer aktiv unterstützt vom Bündnis Deserteursdenkmal, eine Kommentierung dieses Steinsoldaten gefordert, - zehn lange Jahre, in denen sich alle Fraktionen (außer DIE LINKE) nicht zu fein fanden, gemeinsam mit dem Heimatverein vor Ort demonstrativ am Volkstrauertag einen gemeinsamen Kranz aufzustellen. Der AK Denk-Mal hingegen erntete jahrelang gehässige Kommentare ("Hartmann-Truppe") durch das Wochenblatt. Zigmal wurden die am Kriegerdenkmal aufgestellten Transparente des Arbeitskreises zerschlitzt, umgestürzt und besprüht (wir haben an dieser Stelle mehrfach davon berichtet). Im Regionalausschuss und in der Bezirksversammlung wurde der AK genau von jenen Leuten, die sich jetzt als Mütter und Väter der Umgestaltung feiern, ausgebremst, behindert und als "Altkommunisten" denunziert. Ich erinnere mich noch gut der Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne im April 2016, in der der damalige Ausschussvorsitzende Paustian-Döscher (Grüne) im trautem Einvernehmen mit seinem Stellvertreter Marc Buttler (SPD) den Antrag des AK in einer arroganten Weise abblitzen ließ, die unvergessen bleibt. Während Paustian-Döscher den moderaten Moderator mimte, grinste Buttler, seines Zeichens Anwalt, auffällig, selbtgewiss und ununterbrochen vor sich hin. Es ist derselbe Buttler, der nun in einer Presseerklärung am 23. April den großen Erfolg der Umgestaltung verkündete, ohne den Arbeitskreis auch nur mit einer Silbe zu erwähnen. René Senenko  Ι  Hamburger Wochenblatt (Bramfeld) 30.4.2021  


24. April 2021  Hamburg-Rahlstedt Gedenken am Höltigbaum
Coronabedingt fand unsere traditionelle Veranstaltung "Gedenken am Höltigbaum" im Freien statt: an der Gedenktafel, die den hingerichteten Wehrmachtsdeserteuren gewidmet ist. Dort übergaben wir die beiden neuen Stolpersteine für die Opfer der NS-Militärjustiz Fritz Freitag und Willi Dittmann. Detlef Mielke gestaltete einen Bildbericht mit Fotos von Gert Krützfeldt. ΙΙ  Hamburger Wochenblatt (Rahlstedt) 30.4.2021  Ι  Junge Welt 29.4.2021 (Leserbrief von Lothar Zieske)
 
24. Januar 2021  Zeitzeuge  Uwe Storjohann verstorben  
Im Alter von 95 Jahren verstarb in Quickborn Uwe Storjohann. Uwe Storjohann hat das Bündnis Deserteursdenkmal seit seiner Gründung bei Gedenkveranstaltungen am Höltigbaum sowie bei den sogenannten "Klotzfesten" am Dammtor häufig begleitet und durch seine unverwechselbaren Redebeiträge beeindruckt. Das Foto entstand während unseres Besuchs anlässlich seines 95. Geburtstages im November 2020 in seinem Haus in Quickborn.


19. Dezember 2020  Antikriegsaktion Mahnwache am Drohnen- und Tornado-Standort Jagel 
An dieser 55. Mahnwache an der Einfahrt zum Fliegerhorst der Bundeswehr in Jagel haben sich rund 30 Menschen beteiligt. Einige Eindrücke von der Aktion hat Marco Gasch vom Friedenskanal Hamburg zusammengestellt und bei Youtube eingestellt. 



12. Dezember 2020  Rundgang durch Sedanstraße und Bundesstraße / Informationsveranstaltung Sedanstraße umbenennen! 
Trotz des feuchtkalten Samstag-Nachmittags fanden sich 14 Uhr an der Ecke Sedanstraße/Grindelallee 22 Interessierte ein. Ulrich Hentschel referierte über die Schlacht von Sedan, über die politischen Intentionen Bismarcks und über den bis 1919 praktizierten Sedantag. Am Geburtshaus von Ludwig Baumann sprach René Senenko anlässlich des morgigen 99. Geburtstages von Ludwig und befestigte 2 Blumen am Baum vor dem Gebäude. Im Studententreff Syntagma verständigten sich die Teilnehmer*innen bei Kaffee und Kuchen über das weitere Vorgehen, um eine Umbenennung der Sedanstraße anzustreben. Lene Greve von der Uni-AG Antifa, die die Runde moderierte, schlug vor, zunächst einmal historisches Material und Hintergrundinformationen zur Sedanstraße zu sammeln, ehe man die Bildung einer Initiative "Sedanstraße umbenennen" in Angriff nehme. Flyer  Ι  Fotoeindrücke
22. November 2020  Stipvisite 95. Geburtstag Uwe Storjohann  
Anlässlich seines 95. Geburtstages überbrachten Detlef Mielke und René Senenko vom Bündnis Deserteursdenkmal sowie der Leiter der Gedenkstättenstiftung Prof. Detlef Garbe dem Zeitzeugen Uwe Storjohann in dessen Haus in Quickborn bei einem Kurzbesuch Glückwünsche.


11. November 2020  Aktion 54. Mahnwache am Fliegerhorst Jagel  
Seit mehreren Jahren organisieren Ortsgruppen der DFG-VK Aktionen ("Mahnwachen") am Luftwaffenstandort der Bundeswehr in Jagel in Schleswig-Holstein. An der 54. Mahnwache nahmen auch Aktivist*innen aus dem Bündnis Deserteursdenkmal teil.
"Krieg geht von hier aus" heißt es auf einigen Tansparenten der DFG-VK. Wie ist das gemeint? Das Luftwaffengeschwader Jagel verfügt über Tornado-Kampfjets zu Bekämpfung von Radarstellungen, zur Seekriegsführung sowie zur Auskundschaftung des Gegners. Es ist das einzige Geschwader der Bundeswehr, das Großdrohnen steuert. Die Aufklärungsdrohnen Heron 1 kommen bei den Kriegen in Afghanistan und Mali zum Einsatz. Die Aufnahmen aus Mali werden per Satellit nach Jagel übertragen, dort ausgewertet und als aufbereitete Daten ins Kriegsgebiet zurückgeschickt. Bediener*innen der Kampfdrohnen für die Bundeswehr werden bereist ausgebildet – selbstverständlich  auch für den Fronteinsatz im Kriegsfall.
Fotogalerie von der 54. Mahnwache mit Fotos von René Senenko (38) und Ralf Cüppers (2).


1. September 2020  Gänsemarkt Antikriegstag 2020  
Anlässlich des Antikriegstages 2020 hat die Theatergruppe "Antikriegsambulanz" ein abwechslungsreiches Programm aus Musik- und Wortbeiträgen, einer Tanzperformance, aus Rezitation und Liedern, einen kurzen Theaterstück und einem bissiges Gedicht vorbereitet. Daran beteiligten sich neben der Antikriegsambulanz der Chor Hamburger GewerkschafterInnen, das Duo "teatro mobile", die Marx' Sisters & Brothers, Martin Dolzer von der "Volksinitiative gegen Rüstungsexporte", die Band "Lampedua Moongroove", die Uni-AG Antifaschismus, Dr. Lothar Zieske und das Duo Sokugayou. Für Logistik und Technik sorgten Studierende der HAW und Martin Dolzer.
Flyer
Ι  youtube: Auftritt der "Antikriegsambulanz"


Willi Dittmann (1905-1945) während eines Fronturlaubs mit Frau Käthe (geborene Voß))
16. Mai 2020  Friedhof Ohlsdorf Wir erinnern: Der Antifaschist und Deserteur Willi Dittmann, erschossen am Höltigbaum
Anlässlich seines 115. Geburtstages haben 20 Menschen auf dem Gräberfeld „Deutsche Soldatengräber“ bei Kapelle 9 an den mutigen Antifaschisten Willi Dittmann erinnert, der wegen gemeinschaftlicher Fahnenflucht zum Tode verurteilt und am 1.2.1945 am Höltigbaum hingerichtet wurde. Der Enkel Enkel Jörg Arp und weitere Angehörige waren anwesend. Jörg Arp und Lilli Mundt, Uwe Levien und die „Songgruppe Hamburg“ sorgten mit Liedern zur Gitarre am Grab von Willi Dittmann für die musikalische Umrahmung. Eine Stunde vor Beginn (ab 12 Uhr) führte René Senenko über das gesamte Gräberfeld, auf dem neben 2300 Soldaten des 2. Weltkjrieges auch zahllose Opfer des Faschismus liegen. Flyer
25. April 2020  Hamburg-Rahlstedt Gedenken am Höltigbaum
Flyer  Ι  Bildbericht über die unter Corona-Einschränkungen stattgefundenen Veranstaltung
  Ι  Junge Welt 29.4.2020  Ι  Hamburger Wochenblatt (Ausg. Rahlstedt) 29.4.2020






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Aktivitäten 2010 bis 2018
   
 
 

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informiert das "Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal" über sein Anliegen und seine Aktivitäten. Das im Sommer 2010 gebildete Bündnis bemüht sich um die Erinnerung an die Opfer der NS-Militärjustiz in Hamburg und engagiert sich gegen Deutschlands Beteiligung an jeglichem Krieg. Dem Bündnis gehören 18 Gruppen an (alphabetisch, Stand 1.11.2020): Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. | Arbeitskreis Antirassismus der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Hamburg | Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. | Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V. | Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Hamburg e.V. | Deutscher Freidenker-Verband LV Nord e.V. | Friedensinitiative Bramfeld | Geschichtswerkstatt St. Georg e.V. | Hamburger Bündnis gegen Rechts | Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V. | Hamburger Freundinnen und Freunde der XI. Internationalen Brigade | Kuratorium Gedenkstätte Ernst Thälmann e.V. Hamburg | NaturFreunde Landesverband Hamburg e.V. | Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg e.V. | Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V. | Stadtteilkollektiv Rotes Winterhude | Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. (VVN-BdA) Land Hamburg  | Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V. Hamburg.

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