Deserteur? – Mit Stolz. Ich habe des Königs Fahne,
die mich gepresst, mit des Volks soldlosem Banner vertauscht.

Georg Herwegh, 1839-43



Bündnis Hamburger Deserteurdenkmal
Wir
erinnern an die Opfer der NS-Militärjustiz
und engagieren uns gegen Deutschlands
Beteiligung an jeglichem Krieg

                         




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Mitwirkende gesucht Schwejk geht zur Bundeswehr Das Schauspielteam "Antikriegsambulanz", das am 14. Juli am Deserteurdenkmal sein neues Stück "Schwejk geht zur Bundeswehr - Der jüngste Rheumatismusanfall eines loyalen Europäers" zur Uraufführung brachte, möchte dem Stück, das unmittelbar nach der Nato-Tagung in Warschau entstand, weitere Szenen hinzufügen und sucht Mitwirkende. Links ein Probenfoto mit Wolf Wempe und Karin Gritzuhn.
Kontakt: info@feindbeguenstigung.de



Das Neueste / Jüngste Aktivitäten


Fotos nko

9. September 2016
Mahnwache und Aktion in Norderstedt Kein Werben fürs Töten und Sterben! Wie im Vorjahr strömten ab 9 Uhr morgens zahlreiche Schulklasse in die "Junge Messe" in der Norderstedter TriBühne, um sich bei ihrer Berufswahl an den Ständen verschiedenster Unternehmen beraten zu lassen. Auch die Bundeswehr lässt diese Gelegenheit nicht aus, um unter den perfiden Slogan "Unterwegs um deine Stärken zu finden" arglose junge Leute für ihren tödlichen Beruf einzufangen. Deshalb hat unter dem Motto "Kein Werben fürs Töten und Sterben" die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG-VK) eine Mahnwache an der Zuwegung zur TriBühne in der Rathausallee in Norderstedt angemeldet. Die KriegsgenerInnen wollten darauf hinweisen, dass eine Tätigkeit bei der Bundeswehr kein normaler Beruf ist.

Die AktivistInnen fuhren einem Sarg mit der Aufschrift "Probeliegen für künftige BundeswehrsoldatInnen" auf. Dieser Sarg war bei einer gleichen Aktion im Vorjahr polizeilich beschlagnahmt worden, was für einiges Aufsehen gesorgt hatte. Auch in diesem Jahr ließen es sich viele junge Leute (und einige Passanten) nicht nehmen, sich im Erdmöbel fotografieren zu lassen. Während eine Dame sich vor Empörung über diese "Geschmacklosigkeit" gar nicht beruhigen wollte, riefen viele Passanten den beiden Aktivisten ein "Weiter so!" zu. Erfreulicherweise haben viele Schülerinnen und Schüler nicht nur Interesse am Sarg gezeigt, sondern sich in Gesprächen über die Risiken eines Bundeswehreinsatzes aufklären lassen. Es zeigte sich aber in den meisten Fällen, dass sie in der Schule gar nicht auf die berufsberatende Messe und den Rekrutierungsschwindel der Bundeswehr vorbereitet worden waren.
Die KriegsgegnerInnen raten allen jungen Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, sich bei der Bundeswehr zu verpflichten, die Folgen ihrer Entscheidung zu bedenken und nicht den bunten Prospekten und Filmchen der Rekrutierer der Bundeswehr Glauben zu schenken.
Veranstalter war die DFG-VK Hamburg in Zusammenarbeit mit dem "Bündnis Deserteurdenkmal"

Fotos nko
8. September 2016 HH-Jenfeld Straßenname "Kurt-Oldenburg-Straße" übergeben 30 Bürgerinnen und Bürger fanden sich bei höchsten Außentemperaturen zur Enthüllung des Straßennamensschildes "Kurt-Oldenburg-Straße" in Hamburg-Jenfeld ein. Peter Pape (Vorsitzender der Bezirksversammlung Wandsbek) begrüßte alle Anwesenden, Detlef Garbe (Leiter der Gedenkstätte Neuengamme) informierte über das Leben und Sterben Kurt Oldenburgs, bevor Ludwig Baumann (94), Vorsitzender der Bundesvereinigung Opfer der Wehrmachtjustiz, das Wort ergriff und das Straßennamensschild enthüllte.


Ludwig Baumann war 1941 mit Kurt Oldenburg aus dem Marinestandort Bordeaux im besetzten Frankreich desertiert. Beide wurden aufgegriffen und zum Tode verurteilt, später begnadigt und in ein "Bewährungsbataillon" gesteckt. Während Ludwig Baumann überlebte, kehrte sein Freund nicht aus dem Krieg zurück. Das "Bündnis Deserteursdenkmal" hatte 2011 an den damaligen Vorsitzenden der Bezirksversammlung Wandsbek, Hans-Joachim Klier, den Antrag gestellt, einige der geplanten Verkehrsflächen im neuen Quartier Jenfelder Au nach Deserteuren zu benennen. Das neue Wohngebiet liegt auf dem Gelände der einstigen Lettow-Vorbeck-Kaserne in Hamburg-Jenfeld. Die Kurt-Oldenburg-Straße ist eine dieser neuen Straßen im Jenfelder Au. Uwe Levien begleitete das kleine Programm mit seinen Liedern zur Gitarre.
Ort: Das Straßennamensschild Kurt-Oldenburg-Straße steht an der Wilsonstraße 63, Hamburg-Jenfeld, erreicvhbar mit dem Bus 27 bis Haltestelle Kühnstraße Ost.
Pressemitteilung der Bezirksversammlung Wandsbek

14. Juli 2016 Antikriegskultur Ist die Welt ein Menschenschlachthaus? Lieder & Texte gegen den Krieg Aktivist(inn)en des "Bündnisses Hamburger Deserteursdenkmal" gestalteten am Deserteurdenkmal mit Texten, Liedern, einem Schauspiel sowie aktuellen Informationen zum Thema Krieg ein zwei-einhalb-stündiges Programm. Nach den Beschlüssen der Nato-Tagung in Warschau und dem Weißbuch von Frau von der Leyen fanden viele Besucher(innen) die Veranstaltung mehr als zeitgemäß. Der Mix aus Lesung, Musik, Rezitation, kurzen Redebeiträgen und Schauspiel fand viel Zustimmung. | Flyer

Fotos nko
  14. Julni 2016 Erfolg der Solidaritätskampagne Ruslan Kotsaba ist frei! Ruslan Kotsaba wurde nun nach mehr als 17 Monaten Untersuchungshaft freigelassen. Nachdem Kotsabe in erster Instanz zu drei-einhalb Jahren Haft verurteilt worden war, wurde nach Berufung nunmehr das Verfahren gegen ihn eingestellt. Aktuelle Informationen bei Connection e.V.
28. Juni 2016 Galerie Morgenland Tabu Fahnenflucht. Deserteure in der Literatur Die Journalistin Charlotte Böhm gab vor 25 Besucher(innen) einen Überblick über die westdeutsche Literatur seit 1945, die das Thema Fahnenflucht aufgegriffen hat. Die Referentin spannte den Bogen von Alfred Anderschs "Kirchen der Freiheit" bis zum eben erschienenem Werk "Der Überläufer" aus Siegried Lenz' Nachlass. Selbst Zuhörer(innen), die sich näher mit dem Thema befasst haben, wird der Abend einige Entdeckungen gebracht haben. | Flyer |


Ruslan Kotsaba
Foto: Connection e.V.
16. Juni 2016 Aktion am Deserteurdenkmal Solidarität mit dem ukrainischen Kriegsdienstverweigerer Ruslan Kotsaba
Das Bündnis Hamburger Deserteurdenkmal solidarisierte sich heute mit einer Aktion mit den inhaftierten ukrainischen Kriegsdienstverweigerer Ruslan Kotsaba.

Bildbericht von Detlef Mielke (DFG-VK Bad Oldesloe).
Aktuelle Informationen bei Connection e.V.

19. Mai 2016 Galerie Morgenland „Da machen wir nicht mehr mit“. Soldaten und Zivilisten vor Wehrmachtsgerichten. Der lange Weg zur Rehabilitierung Vortrag von Dr. Magnus Koch, Historiker, in der Galerie Morgenland (Hamburg, Sillemstraße 79) | Flyer
7. Mai 2016 Wallanlagen Hamburger Fest der Befreiung 
Veranstalter: Bündnis 8. Mai | Ort: Die Wallanlagen zwischen Hamburg-Museum und Landgericht | Flyer
4. Mai 2016 Abendwanderung Vom Stolperstein für Kurt Elvers zum Deserteursdenkmal am Dammtor Der aus Hamburg stammende Soldat und Kunststudent Kurt Elvers, geboren am 24.9.1919, 1944 in Bremen denunziert und verhaftet, wurde am 20.2.1945 in Hamburg hingerichtet. Vor der heutigen Wanderung wurde der Stolperstein, der zu Kurt Elvers' Andenken an seinem letzten Wohnort verlegt worden ist, gesäubert, bevor die Gruppe am Abend zum Deserteursdenkmal am Dammtor aufbrach.
Veranstalter: Helene Hohmeier, FriedensInitiative NaturFreunde Hamburg


Foto Gert Krützfeldt

26. April 2016 Galerie Morgenland „Gedenkort für Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz“. Denkmalkonzept und künstlerische Realisierung In dieser von Jörg Petersen moderierten Kooperationsveranstaltung der Galerie Morgenland mit der VVN-BdA Eimsbüttel sprach Detlef Garbe (Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme) über die Vorgeschichte des Hamburger Deserteursdenkmals, Volker Lang legte erstmals eingehend kunsthistorische Gesichtspunkte und seine eigenen künstlerischen Beweggründe für seinen Entwurf dar, Georg Chodinski stellte mehrere Opfer der faschistischen Militärjustiz vor, die auf dem Ehrenhain Hamburger Widerstandskämpfer mit einem Gedenkstein geehrt werden; René Senenko informierte abschließend über das "Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal". Flyer

mit 

Fotos nko
23. April 2016 Haus der Wilden Weiden Gedenken am Höltigbaum 
15 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Osterbek (Bramfeld) traten erstmals mit einer Inszenierung nach Wolfgang Borcherts Manifest "Dann gibt es nur eins!" auf. Obwohl sie nur wenige Probetermine hatten, haben sie ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert. Im fast voll besetzten Haus der Wilden Weiden gab es viel Beifall für die Aufführung. Die künstlerische Leitung hatte wieder Yvonne Funck inne, die fachliche Beratung lag in den Händen des Geschichtslehrers Rüdiger Hinrichs.
Video (bis zur Bewilligung durch die Eltern der Schüler(innen) deaktiviert). Eingeladen hatte wie schon in
den Jahren zuvor im April das "Bündnis Hamburger Deserteurdenkmal". An der Gedenktafel Sieker Landstraße / Ecke Neuer Höltigbaum gelang Uwe Levien mit einigen Antikriegsliedern ein guter Abschluss der Veranstaltung. Video 1 || Video 2
Flyer

Foto nko
11. März 2016 Hamburg Aktion: Solidarität mit Ruslan Kotsaba Unser Foto zeigt Lothar Eberhardt von der Berliner Initiative „Freilassung für Ruslan Kotsaba“ bei seiner heutigen Aktion am Deserteursdenkmal in Hamburg (rechts eine hilfreiche Passantin). 
Wer ist Ruslan Kotsaba?
Am 8. Februar 2015 wurde der Journalist Ruslan Kotsaba in seiner Heimatstadt Iwano-Frankiwsk im Westen der Ukraine verhaftet. Er hatte kurz zuvor in einer Videobotschaft an Präsident Petro Poroschenko erklärt, er werde sich der Einberufung verweigern und würde eher fünf Jahre Gefängnis auf sich nehmen als auf seine "im Osten lebenden Mitbürger" zu schießen. Er rief seine Landsleute auf, ebenfalls den Kriegsdienst zu verweigern. Ruslan Kotsaba drohen 12 bis 15 Jahre Haft.
24. Januar 2016 HH-Rothenburgsort Wer war Erich Meyer? Ehrung für einen Wehrkraftzersetzer Der Hamburger Luftwaffenangehörige Erich Meyer wurde 1942 gemeinsam mit seinem Kameraden Karl Timm wegen "Wehrkraftzersetzung" in Dresden zum Tode verurteilt. Beide wurden am 3.9.1942 an den Schießständen der Dresdner Heide hingerichtet. Bereits im Dezember 2015 hatte die Stadt Wedel Karl Timm mit einem Stolperstein geehrt. Heute haben fünfzehn Menschen in der "Rothenburg" an die beiden Männer erinnert, die mit 21 und 22 Jahren wegen ihres unangepassten Verhaltens ihr Leben verloren. Uwe Levien sang in der Rothenburg Lieder zur Gitarre. Abschließend legten die Besucher am Stolperstein für Erich Meyer (Billhorner Mühlenweg 19) Blumen nieder. Veranstalter waren die Bürgerinitiative HWO, das Bündnis Deserteurdenkmal sowie die Willi-Bredel-Gesellschaft. Flyer | Hamburger Wochenblatt (Rothenburgsort) 28.10.2015

Video 14 min
7. Dezember 2015 Antikriegsprotest Aktion am Fliegerhorst Jagel Drei Tage nach dem Bundestagsbeschluss, Tornados der Bundeswehr in Syrien einzusetzen und damit Deutschland in den nächsten Krieg zu führen, fuhren einige Friedensfreunde aus Bad Oldesloe, Elmshorn, Norderstedt und Hamburg zum Fliegerhorst Jagel (Schleswig-Holstein) zu einer ersten Protestaktion. Drei weitere Tage später starteten von hier die ersten Militärtransporter in den Krieg. Video von der Aktion (14 min) 
 
 

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informiert die Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V. Hamburg über die Aktivitäten des im Sommer 2010 gebildeten „Bündnisses für ein Hamburger Deserteurdenkmal“. Das Bündnis bemüht sich um die Erinnerung an die Opfer der NS-Militärjustiz in Hamburg und engagiert sich gegen Deutschlands Beteiligung an jeglichem Krieg. Dem Bündnis gehören 21 Gruppen an (alphabetisch, Stand Juli 2016): Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. | Arbeitskreis Antirassismus der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Hamburg | Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. | Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V. | Chor Hamburger GewerkschafterInnen | COMM e.V. | Deutsche Friedensgesellschaft - Internationale der Kriegsdienstgegner e.V. (DFG-IdK) | Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Hamburg e.V. | Deutscher Freidenker-Verband LV Nord e.V. | Friedensinitiative Bramfeld | Geschichtswerkstatt St. Georg e.V. | Gruppe Nord des Vereins Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936-1939 e.V. | Hamburger Bündnis gegen Rechts | Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V. | Kuratorium Gedenkstätte Ernst Thälmann e.V. Hamburg | NaturFreunde Landesverband Hamburg e.V. | Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg e.V. | Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V. | Stadtteilkollektiv Rotes Winterhude | Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. (VVN-BdA) Land Hamburg  |  Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V. Hamburg.

      ©Fotos · Grafiken · Seite: senenko 2011