Deserteur? – Mit Stolz. Ich habe des Königs Fahne,
die mich gepresst, mit des Volks soldlosem Banner vertauscht.

Georg Herwegh, 1839-43



Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal
Wir
erinnern an die Opfer der NS-Militärjustiz
und engagieren uns gegen Deutschlands
Beteiligung an jeglichem Krieg, gegen Aufrüstung
und Waffenhandel

                         




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Veranstaltungen und Termine
Noch bis 30. Juni 2018 Hamburg-Bramfeld Ideenwettbewerb zur Umgestaltung des Bramfelder Kriegerdenkmals  Endlich! Die Bezirksversammlung Wandsbek ruft zum Ideenwettbewerb für eine "Kommentierung für das Kriegerdenkmal Bramfeld" auf.
Wofür der Bramfelder Arbeitskreis Denk-Mal unter Leitung von Detlef Hartmann seit vielen Jahren gekämpft hat, wird nun möglicherweise Wirklichkeit: Die Umgestaltung des militaristischen Kriegerdenkmals am Kleinen Bramfelder See, bis vor Jahren noch "Ehrenmal" genannt. Aufgerufen sind seit dem 13. März 2018 Bürger, Schüler und Künstler aus Hamburg und über die Landesgrenzen Hamburgs hinaus, sich mit Entwürfen am Wettbewerb zu beteiligen. Die Vorschläge können bis Ende Juni eingereicht werden an die Geschäftsstelle der Bezirksversammlung Wandsbek, Schlossstraße 60, 22041 Hamburg bzw. an bezirksversammlung@wandsbek.hamburg.de. Hier die Ausschreibung



Das Neueste / Jüngste Aktivitäten

Blick zum Podium.
Foto Doritt Nikolaus



Das Gräberfeld für die 136 ermordeten jungen Wehrmachtssoldaten auf dem Nordfriedhof in Dresden.
Foto (2013) nko
13. Juni 2018 Stadtmuseum Dresden Podiumsdiskussion zu den Opfern der NS-Militärjustiz in Dresden  Unter dem Titel "Tote ohne Lobby? Die Ruhestätte für die Opfer der Wehrmachtsjustiz auf dem Dresdner Nordfriedhof" lud in Kooperation mit dem Dresdner Geschichtsverein e.V. der Verein "Denk Mal Fort!" zu einer Podiumsdiskussion ein. Neben Norbert Haase (Dresdner Historiker) und Wolfgang Oleschinski (Gedenkstättenleiter DIZ Torgau) saß auch René Senenko (Sprecher Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal) mit im Podium. Die von Carola Ilian (Denkmalpflege / Stadtplanung Dresden) moderierte Gesprächsrunde, die vor rund 30 Besucherinnen und Besuchern im Stadtmuseum Dresden stattfand, sollte in die Thematik einführen. Da diese für Dresden neu ist, konnte es an diesem Abend nur um eine erste Sammlung von Informationen und Ideen zum Thema gehen. In der Diskussion kamen mehrere Besucher auch auf andere vernachlässigte Opfergruppen in Dresden (russische bzw. sowjetische Zwangsarbeiter) zu sprechen. René Senenko schlug am Ende der Veranstaltung vor, in Dresdens Innenstadt einen Gedenkort für die hingerichteten Wehrmachtsdeserteure zu schaffen, der direkt Bezug nimmt zu den 136 Opfern auf dem Nordfriedhof. In Zeiten, da sich Deutschland immer mehr an militärischen Auslandseinsätzen beteiligt, könne dies auch ein friedenspolitisches Signal sein. Bleibt zu hoffen, dass eine Dresdner Initiative sich dem Andenken an die Wehrmachtsdeserteure weiter annimmt.

16. Mai 2018 Ausstellungseröffnung Krieg dem Kriege. Internationale Postkarten 1918-1939  Uwe Levien und Klaus Robra spielten und lasen zur Vernissage mit Liedern und Texten gegen den Krieg. Die Ausstellung ist im Rahmen der Öffnungszeiten der Hochschule Mo-Fr 8-20 Uhr noch bis zum 19. Juni zu sehen. Finissage am 19.6., 17 Uhr. Veranstalter: Willi-Bredel-Gesellschaft
Ort: Versammlungsstätte, Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), Alexanderstraße 1, 20099 Hamburg. Flyer

15. Mai 2018 Aktion Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerung  Mit Lesungen, Ansprachen, Musik. Der Beitrag des Bündnisses Hamburger Deserteursdenkmal zum "Tag der KDV". Flyer

Foto (nko) vom Rundgang rund ums Deserteursdenk-mal im Mai 2017 (mit Blick zum Oberlandesgericht)
13. Mai 2018 Stadtgang zum Deserteursdenkmal Verfolgung - Widerstand - Deserteure  Ein Rundgang mit Georg Chodinski (VVN-BdA). Treff: Heine-Denkmal am Rathausmarkt. Flyer



Momentaufnahme von der Aufführung der Schülerinnen und Schüler des Osterbekgymnasiums,
Foto nko
21. April 2018 Rahlstedt: Haus der wilden Weiden Gedenken am Höltigbaum Es ist seit 2011 zur Tradition geworden, im April eines jeden Jahres am Höltigbaum an die letzten im April 1945 hier hingerichteten Wehrmachtssoldaten zu erinnern. Dieses Mal wandten wir uns der Swingjugend zu, denn viele der unangepassten Jugendlichen aus der Swingjugend sind später, als der Krieg zu Ende ging, aus den Reihen der Wehrmacht desertiert. Schülerinnen und Schüler aus dem Osterbekgymnasium haben unter Anleitung von Yvonne Funck eine Text-Musik-Collage vorbereitet, die in dieser Form erst- und einmalig zur Aufführung kam. Die Gymnasiast(inn)en sind in die Rollen von Swingkids geschlüpft, deren Biografien sie vorher selbst recherchiert haben. Heraus kam eine äußerst lebendige Aufführung, die immer wieder bereichert wurde durch die Musik von Otto Reinhards Schellackplatten. Eine tolle Synthese. Wirklich schade, dass das Stück nicht wiederholt werden kann, um es einen breiteren Publikum zugänglich zu machen. Die Resonanz auf die Aufführung war großartig. Da das Haus nicht genügend Stühle zur Verfügung hatte, mussten rund 10 Besucherinnen und Besucher stehen. Ein gutes Zeichen für die Weiterentwicklung der Reihe "Gedenken am Höltigbaum".
Im Anschluss an die Veranstaltung legten wir an der Gedenktafel an der Sieker Landstraße / Ecke Neuer Höltigbaum Blumen nieder. Flyer
   
 
 

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informiert die Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V. Hamburg über die Aktivitäten des im Sommer 2010 gebildeten „Bündnisses Hamburger Deserteursdenkmal“. Das Bündnis bemüht sich um die Erinnerung an die Opfer der NS-Militärjustiz in Hamburg und engagiert sich gegen Deutschlands Beteiligung an jeglichem Krieg. Dem Bündnis gehören 18 Gruppen an (alphabetisch, Stand April 2018): Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. | Arbeitskreis Antirassismus der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Hamburg | Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. | Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V. | Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Hamburg e.V. | Deutscher Freidenker-Verband LV Nord e.V. | Friedensinitiative Bramfeld | Geschichtswerkstatt St. Georg e.V. | Hamburger Bündnis gegen Rechts | Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V. | Hamburger Freundinnen und Freunde der XI. Internationalen Brigade | Kuratorium Gedenkstätte Ernst Thälmann e.V. Hamburg | NaturFreunde Landesverband Hamburg e.V. | Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg e.V. | Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V. | Stadtteilkollektiv Rotes Winterhude | Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. (VVN-BdA) Land Hamburg  | Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V. Hamburg.

      ©Fotos · Grafiken · Seite: senenko 2011-2017