Deserteur? – Mit Stolz. Ich habe des Königs Fahne,
die mich gepresst, mit des Volks soldlosem Banner vertauscht.

Georg Herwegh, 1839-43

   
  


Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal
Wir
erinnern an die Opfer der NS-Militärjustiz
und engagieren uns gegen Deutschlands
Beteiligung an jeglichem Krieg, gegen Aufrüstung
und Waffenhandel

                         




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Veranstaltungen, Tipps und Termine


Die Radtour am 20. März fiel coronabedingt aus. Die Ersatztermine:
So, 16. Mai 2021, 14:00
 
Sa, 19. Juni 2021, 14:00  
Radtour und Gedenkstein-Übergabe
Leben und Tod der France Bloch-Sérazin

Radtour über den Friedhof Ohlsdorf zu Gräbern von Menschen, die während des 2. Weltkrieges wegen Fahnenflucht, Beihilfe zur Fahnenflucht u.a. kriegsrelevanter Tatbestände zu Todes- oder Haftstrafen verurteilt wurden. Letzte Station der Radtour: 15 Uhr Übergabe eines Gedenksteins für France Bloch-Sérazin im Garten der Frauen.
Gemeinsame Veranstaltung des Kulturvereins Grüner Saal e.V. mit dem Verein Garten der Frauen e.V.
Treff je 14 Uhr am S-Bf. Ohlsdorf, Ausgang Friedhof. Flyer Anmeldung unter gruener-saal@gmx.de



Jüngste Aktivitätenn


Mai 2021  Kriegerdenkmal Bramfeld Doppelzüngigkeit im Bild
Unglaublich, aber wahr. Im Mai 2016 beschlossen der Regionalausschuss Bramfeld und die Bezirksversammlung Wandsbek die Auslobung eines Wettbewerbs zur "Kommentierung für das Kriegerdenkmal Bramfeld". Das hinderte dieselben Fraktionen (mit Ausnahme der LINKE) nicht daran, mit dem konservativen Heimatverein alljährlich zum Volkstrauertag am Bramfelder Kriegerstandbild, "Ehrenmal" genannt, einen gemeinsamen Kranz abzulegen. Noch im November 2018, als eine Jury bereits die Entwürfe des Gegendenkmals öffentlich präsentierte, wurde - wie zum Hohn! - am Volkstrauertag der Gemeinschaftskranz von Heimatverein, Grüne, SPD, CDU und FDP am "Ehrenmal" abgelegt.
Heute nun feiern sich Grüne und SPD selber für den Erfolg des geplanten Gegendenkmals. Dabei verschweigen sie, dass es der Arbeitskreis Denk-Mal war, der gegen den Widerstand aller "Kranz-Fraktionen" die Kommentierung zehn Jahre lang gefördert und durchgesetzt hat
. Ich dokumentiere hier einmal die in den Jahren 2015 bis 2018 fotografierten Kränze der "Kranz-Koalition". Es ist damit zu rechnen, dass die Kranz-Koalition (die LINKE gehört ihr nicht an) ihre Schizophrenie weiterpflegen und die Gemeinschaftskränze am Kriegerdenkmal auch dann ablegen wird, wenn die Gegeninstallation längst realisiert ist. Dokumentation der Gemeinschaftkränze 2015-2018


Keine Kunstperformance am Bramfelder Kriegerdenkmal, sondern die Besichtigung desselben durch die zweite Bürgermeisterin (April 2021)
30. April 2021  Kriegerdenkmal Bramfeld Geld für Gegendenkmal in Aussicht
Nun ist es raus! Hamburgs zweite Bürgermeisterin und Bezirkssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) hat bei ihrem Besuch in Bramfeld die Finanzierung der geplanten Gegendenkmals zum Bramfelder Kriegerdenkmal zugesagt, - vorbehaltlich des bevorstehenden Bürgerschaftsbeschlusses. Zahn Jahre lang hat der AK Denkm-Mal um Detlef Hartmann, immer aktiv unterstützt vom Bündnis Deserteursdenkmal, eine Kommentierung dieses Steinsoldaten gefordert, - zehn lange Jahre, in denen sich alle Fraktionen (außer DIE LINKE) nicht zu fein fanden, gemeinsam mit dem Heimatverein vor Ort demonstrativ am Volkstrauertag einen gemeinsamen Kranz aufzustellen. Der AK Denk-Mal hingegen erntete jahrelang gehässige Kommentare ("Hartmann-Truppe") durch das Wochenblatt. Zigmal wurden die am Kriegerdenkmal aufgestellten Transparente des Arbeitskreises zerschlitzt, umgestürzt und besprüht (wir haben an dieser Stelle mehrfach davon berichtet). Im Regionalausschuss und in der Bezirksversammlung wurde der AK genau von jenen Leuten, die sich jetzt als Mütter und Väter der Umgestaltung feiern, ausgebremst, behindert und als "Altkommunisten" denunziert. Ich erinnere mich noch gut der Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne im April 2016, in der der damalige Ausschussvorsitzende Paustian-Döscher (Grüne) im trautem Einvernehmen mit seinem Stellvertreter Marc Buttler (SPD) den Antrag des AK in einer arroganten Weise abblitzen ließ, die unvergessen bleibt. Während Paustian-Döscher den moderaten Moderator mimte, grinste Buttler, seines Zeichens Anwalt, auffällig, selbtgewiss und ununterbrochen vor sich hin. Es ist derselbe Buttler, der nun in einer Presseerklärung am 23. April den großen Erfolg der Umgestaltung verkündete, ohne den Arbeitskreis auch nur mit einer Silbe zu erwähnen. René Senenko  Ι  Hamburger Wochenblatt (Bramfeld) 30.4.2021  


24. April 2021  Hamburg-Rahlstedt Gedenken am Höltigbaum
Coronabedingt fand unsere traditionelle Veranstaltung "Gedenken am Höltigbaum" im Freien statt: an der Gedenktafel, die den hingerichteten Wehrmachtsdeserteuren gewidmet ist. Dort übergaben wir die beiden neuen Stolpersteine für die Opfer der NS-Militärjustiz Fritz Freitag und Willi Dittmann. Detlef Mielke gestaltete einen Bildbericht mit Fotos von Gert Krützfeldt. ΙΙ  Hamburger Wochenblatt (Rahlstedt) 30.4.2021  Ι  Junge Welt 29.4.2021 (Leserbrief von Lothar Zieske)
 
24. Januar 2021  Zeitzeuge  Uwe Storjohann verstorben  
Im Alter von 95 Jahren verstarb in Quickborn Uwe Storjohann. Uwe Storjohann hat das Bündnis Deserteursdenkmal seit seiner Gründung bei Gedenkveranstaltungen am Höltigbaum sowie bei den sogenannten "Klotzfesten" am Dammtor häufig begleitet und durch seine unverwechselbaren Redebeiträge beeindruckt. Das Foto entstand während unseres Besuchs anlässlich seines 95. Geburtstages im November 2020 in seinem Haus in Quickborn.


19. Dezember 2020  Antikriegsaktion Mahnwache am Drohnen- und Tornado-Standort Jagel 
An dieser 55. Mahnwache an der Einfahrt zum Fliegerhorst der Bundeswehr in Jagel haben sich rund 30 Menschen beteiligt. Einige Eindrücke von der Aktion hat Marco Gasch vom Friedenskanal Hamburg zusammengestellt und bei Youtube eingestellt. 



12. Dezember 2020  Rundgang durch Sedanstraße und Bundesstraße / Informationsveranstaltung Sedanstraße umbenennen! 
Trotz des feuchtkalten Samstag-Nachmittags fanden sich 14 Uhr an der Ecke Sedanstraße/Grindelallee 22 Interessierte ein. Ulrich Hentschel referierte über die Schlacht von Sedan, über die politischen Intentionen Bismarcks und über den bis 1919 praktizierten Sedantag. Am Geburtshaus von Ludwig Baumann sprach René Senenko anlässlich des morgigen 99. Geburtstages von Ludwig und befestigte 2 Blumen am Baum vor dem Gebäude. Im Studententreff Syntagma verständigten sich die Teilnehmer*innen bei Kaffee und Kuchen über das weitere Vorgehen, um eine Umbenennung der Sedanstraße anzustreben. Lene Greve von der Uni-AG Antifa, die die Runde moderierte, schlug vor, zunächst einmal historisches Material und Hintergrundinformationen zur Sedanstraße zu sammeln, ehe man die Bildung einer Initiative "Sedanstraße umbenennen" in Angriff nehme. Flyer  Ι  Fotoeindrücke
22. November 2020  Stipvisite 95. Geburtstag Uwe Storjohann  
Anlässlich seines 95. Geburtstages überbrachten Detlef Mielke und René Senenko vom Bündnis Deserteursdenkmal sowie der Leiter der Gedenkstättenstiftung Prof. Detlef Garbe dem Zeitzeugen Uwe Storjohann in dessen Haus in Quickborn bei einem Kurzbesuch Glückwünsche.


11. November 2020  Aktion 54. Mahnwache am Fliegerhorst Jagel  
Seit mehreren Jahren organisieren Ortsgruppen der DFG-VK Aktionen ("Mahnwachen") am Luftwaffenstandort der Bundeswehr in Jagel in Schleswig-Holstein. An der 54. Mahnwache nahmen auch Aktivist*innen aus dem Bündnis Deserteursdenkmal teil.
"Krieg geht von hier aus" heißt es auf einigen Tansparenten der DFG-VK. Wie ist das gemeint? Das Luftwaffengeschwader Jagel verfügt über Tornado-Kampfjets zu Bekämpfung von Radarstellungen, zur Seekriegsführung sowie zur Auskundschaftung des Gegners. Es ist das einzige Geschwader der Bundeswehr, das Großdrohnen steuert. Die Aufklärungsdrohnen Heron 1 kommen bei den Kriegen in Afghanistan und Mali zum Einsatz. Die Aufnahmen aus Mali werden per Satellit nach Jagel übertragen, dort ausgewertet und als aufbereitete Daten ins Kriegsgebiet zurückgeschickt. Bediener*innen der Kampfdrohnen für die Bundeswehr werden bereist ausgebildet – selbstverständlich  auch für den Fronteinsatz im Kriegsfall.
Fotogalerie von der 54. Mahnwache mit Fotos von René Senenko (38) und Ralf Cüppers (2).


1. September 2020  Gänsemarkt Antikriegstag 2020  
Anlässlich des Antikriegstages 2020 hat die Theatergruppe "Antikriegsambulanz" ein abwechslungsreiches Programm aus Musik- und Wortbeiträgen, einer Tanzperformance, aus Rezitation und Liedern, einen kurzen Theaterstück und einem bissiges Gedicht vorbereitet. Daran beteiligten sich neben der Antikriegsambulanz der Chor Hamburger GewerkschafterInnen, das Duo "teatro mobile", die Marx' Sisters & Brothers, Martin Dolzer von der "Volksinitiative gegen Rüstungsexporte", die Band "Lampedua Moongroove", die Uni-AG Antifaschismus, Dr. Lothar Zieske und das Duo Sokugayou. Für Logistik und Technik sorgten Studierende der HAW und Martin Dolzer.
Flyer
Ι  youtube: Auftritt der "Antikriegsambulanz"


Willi Dittmann (1905-1945) während eines Fronturlaubs mit Frau Käthe (geborene Voß))
16. Mai 2020  Friedhof Ohlsdorf Wir erinnern: Der Antifaschist und Deserteur Willi Dittmann, erschossen am Höltigbaum
Anlässlich seines 115. Geburtstages haben 20 Menschen auf dem Gräberfeld „Deutsche Soldatengräber“ bei Kapelle 9 an den mutigen Antifaschisten Willi Dittmann erinnert, der wegen gemeinschaftlicher Fahnenflucht zum Tode verurteilt und am 1.2.1945 am Höltigbaum hingerichtet wurde. Der Enkel Enkel Jörg Arp und weitere Angehörige waren anwesend. Jörg Arp und Lilli Mundt, Uwe Levien und die „Songgruppe Hamburg“ sorgten mit Liedern zur Gitarre am Grab von Willi Dittmann für die musikalische Umrahmung. Eine Stunde vor Beginn (ab 12 Uhr) führte René Senenko über das gesamte Gräberfeld, auf dem neben 2300 Soldaten des 2. Weltkjrieges auch zahllose Opfer des Faschismus liegen. Flyer
25. April 2020  Hamburg-Rahlstedt Gedenken am Höltigbaum
Flyer  Ι  Bildbericht über die unter Corona-Einschränkungen stattgefundenen Veranstaltung
  Ι  Junge Welt 29.4.2020  Ι  Hamburger Wochenblatt (Ausg. Rahlstedt) 29.4.2020






Zurückliegende Aktivitäten / Chronik
 
Aktivitäten 2019

Aktivitäten 2010 bis 2018
   
 
 

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informiert das "Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal" über sein Anliegen und seine Aktivitäten. Das im Sommer 2010 gebildete Bündnis bemüht sich um die Erinnerung an die Opfer der NS-Militärjustiz in Hamburg und engagiert sich gegen Deutschlands Beteiligung an jeglichem Krieg. Dem Bündnis gehören 18 Gruppen an (alphabetisch, Stand 1.11.2020): Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. | Arbeitskreis Antirassismus der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Hamburg | Auschwitz-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. | Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz e.V. | Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Hamburg e.V. | Deutscher Freidenker-Verband LV Nord e.V. | Friedensinitiative Bramfeld | Geschichtswerkstatt St. Georg e.V. | Hamburger Bündnis gegen Rechts | Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V. | Hamburger Freundinnen und Freunde der XI. Internationalen Brigade | Kuratorium Gedenkstätte Ernst Thälmann e.V. Hamburg | NaturFreunde Landesverband Hamburg e.V. | Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg e.V. | Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e.V. | Stadtteilkollektiv Rotes Winterhude | Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. (VVN-BdA) Land Hamburg  | Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V. Hamburg.

      ©Fotos · Grafiken · Seite: senenko 2011-2020