Postkarten gegen Faschismus, Krieg
und Kapital 1919-1939



Neuzugang
Kartenserie zum Marsch der "Bonus Army" 1932, USA



Titel (Englisch): From “The side walks of New York” [Von den "Bürgersteigen New Yorks"]. Herausgeber: C.O. Buckingham, Inc.

1924 wurde in den USA der sog. “Bonus Act” verabschiedet, der vorsah, jedem Veteranen, der im 1. Weltkrieg in der US-Army gedient hatte, pro Kriegstag 1,25 Dollar (im Inlandseinssatz 1 Dollar) zu vergüten, auszahlbar nicht vor 1945. Da die USA seit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise in der großen „Depression“ steckten und viele Soldaten arbeitslos waren, forderten die Veteranen die sofortige Auszahlung. Unter dem Namen "Bonus Expeditionary Force" (BEF, auch Bonus Army genannt) organisierten die Veteranen im Mai 1932 einen Marsch auf Washington, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. Bis zu 43.000 Teilnehmer (17.000 Veteranen mit ihren Familien) begleiteten den Zug. Die militärisch erfahrenen Veteranen errichteten provisorische Camps entlang des Anacostia River, der in der Hauptstadt Washington D.C. in den Potomac mündet. Ein Gesetzentwurf, der Mitte Juni im Kongress eingebracht wurde und eine frühere Auszahlung vorsah, scheiterte im Senat. Daraufhin setzten die Veteranen ihr Protestcamp fort. Am 28. Juli erging der Regierungsbefehl, die Bonus Army und ihre Camps aufzulösen. Bei einem ersten Einsatz von 800 Polizisten kamen zwei Demonstranten ums Leben. Obwohl die Veteranen nahezu unbewaffnet waren, wurde daraufhin das Lager (wie in einem Krieg) mit militärischer Gewalt (Gaseinsatz, Panzer, Infanterie) geräumt und niedergebrannt. Der Kriegseinsatz hinterließ 1000 verletzte und vier tote Veteranen.
Datierung: Juni / Juli 1932.

 

Projekt
Stand:  25. April 2022

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